Filmportal der BGHW

Vor einiger Zeit wies mich von der BG Handel und Warenlogistik (BGHW) auf ihr neues Filmportal hin. Sie können auf dem Portal mehr als 70 Videos anschauen und bei Bedarf sogar herunterladen. Leider hat es noch kein Film zur psychischen Gesundheit in die Sammlung geschafft. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Leider können Sie die Bilder nicht direkt in eine Website einbinden, was ich als bloggender Mitmensch etwas schade finde.

Aber die BGHW betreibt auch einen einen Video-Kanal auf YouTube. Dort ist das Einbetten problemlos möglich. Wenn ich es richtig beurteile, liegt auf dem YouTube-Kanal der Schwerpunkt eher auf Kampagnen und dem Präventionspreis, also auf Best-Practice-Beispielen.

Stöbern Sie ein wenig herum,, vielleicht finden Sie etwas Nützliches für Ihre Unterweisungen.

Ein Burnout und seine Folgen

Vor ein paar Tagen wurde im WDR eine Dokumentation ausgestrahlt mit dem Titel “Einsame Spitze – Top-Manager am Limit”. Darin wird geschildert, unter welchem Erfolgsdruck Manager in Spitzenpositionen ihre Arbeit erledigen. Ich finde, der Dokumentarfilm ist äußerst sehenswert, Sie können ihn bestimmt noch eine Weile in der WDR – Mediathek aufrufen.

Nach Betrachten des Films bleiben bei mir noch einige Fragen offen:

Augenhöhe?

Nicht erst seit heute spricht man in der Organisationsberatung vom “Postheroischen Management”. Angeblich sind die Tage des einsamen Industriekapitäns (!), der einsam auf der Brücke steht und das Unternehmensschiff mit klarem Ziel durch die Unwetter steuert, längst vorbei. Wenn ich die Interviews im Film Revue passieren lassen, kann ich das nicht recht glauben. Besonders die Aussagen des ehemaligen McKinsey-Chefs Herbert Henzler lassen keinerlei Rückschlüsse zu, dass wir in einem postheroischen Management angekommen sind. Liegt es daran, dass Herr Henzler im Ruhestand den Anschluss an die heutige Arbeitswelt verpasst hat? Das kann ich mir bei ihm eher nicht vorstellen. Also: Es scheint weiterhin das Bild des einsamen Anführers gepflegt zu werden, der allein weiß, wo es langgeht und unbeirrt seinen Weg geht. Wer das nicht packt, der wird eben ausgetauscht: “Nur die Harten kommen in den Garten” oder “Sind sie zu stark, bist Du zu schwach“, wie es in der Reklame für Hustenbonbons heißt.

Erweckungserlebnis?

Nicht erst seit gestern tourt Thomas Sattelberger mit der Botschaft einer neuartigen Führung durch die Gegend. Selbstorganisation und Empowerment der Mitarbeiter lautet seine Botschaft. Mir gefallen seine Aussagen und ich unterschreibe die meisten von ihnen. Eine Frage lässt mich allerdings nicht los. Ich kenne Mitarbeiter bei der Telekom, wo Sattelberger Personalvorstand war, die heute noch bei seinem Namen zusammenzucken. Mich würde einmal interessieren, wann und wo Herr Sattelberger den durchaus bemerkenswerten Schwenk zur Führung 2.0 vollzogen hat.

Konsequenzen aus dem Burnout?

Der Top-Manager Rüdiger Striemer schildert, wie sein Weg über seine Arbeit als Chef in die Depression und wieder zurück führte. Seine Offenheit hat mich sehr beeindruckt. Etwas würde ich allerdings noch gerne wissen: Welche Konsequenzen hat er aus dem eigenen Erleben für seine Mitarbeiter und sein Unternehmen gezogen? Wird in seiner Firma und deren Arbeitsplätze eine Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen durchgeführt? Welche Maßnahmen der Prävention werden getroffen um den Mitarbeitern ähnliche Erfahrungen zu ersparen? Ich kann mich nicht erinnern, etwas darüber in dem Film erfahren zu haben.

Rüdiger Striemer hat über seinen Burnout ein Buch geschrieben: Raus! Mein Weg von der Chefetage in die Psychiatrie und zurück.

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Dialog zu Depression und sozialen Medien

Seit einigen Jahren fahre ich regelmäßig zur re:publica nach Berlin. Nach jedem Besuch habe ich den Eindruck, wieder auf dem “digital Stand” zu sein. Oft werde ich gefragt, was es denn auf diesem “Klassentreffen” der Blogger und Internetinteressierten zu sehen gäbe. Nun zum Beispiel ein Session, in der Kati Krause und Uwe Hauck über ihre Depression erzählt haben und darüber, wie sie in dieser schweren Zeit mit den sozialen Medien umgegangen sind. Sara Weber hat über dieses Zusammentreffen einen Artikel geschrieben: Wie Twitter und Facebook gegen Depressionen helfen können – oder sie verstärken. Hier können Sie die Aufzeichnung der Session sehen:

Uwe Hauck folge ich auf Twitter schon lange Zeit und habe aus diesem Grund dort auch seine Geschichte hautnah mitbekommen. Seine Tweets #ausderklappse waren interessant, bewegend und manchmal verstörend.

Kati Krause hat über ihre Depression auf Zeit online einen Artikel geschrieben (“Facebooks psychische Störung”) und ein Interview mit Angela Gruber geführt: Soziale Netzwerke und Depression: „Facebook war Gift für mich“. Auf Twitter folgen können Sie Kati Krause nicht mehr. Aus Gründen.

Ein etwas anderes Katzenvideo

Ich gebe zu, während meiner Ausbildung zum Sicherheitsingenieur muss ich wohl ein etwas belämmertes Gesicht gemacht haben, als ich zum ersten Mal vom Gefährdungsfaktor “Tier” gehört habe. Eine Kollegin, die in einem Institut mit Versuchstieren arbeitet, hat mich damals schnell aufgeklärt. Wenn Sie keine Kollegin haben, die Ihnen auf die Sprünge hilft, dann schauen Sie sich das Video der BG für Gesundheitsdienst und Wohlfahrtspflege (BGW) an: Katzen in der tierärztlichen Praxis – Tipps für einen sicheren Umgang. Wir haben Glück mit unserer Leni. Beim Tierarzt ist Sie ganz klein mit Hut, lässt alles über sich ergehen und ist froh, wenn es vorbei ist.

Katzenvideo, mal anders!

Pressekonferenz zum Depressionsatlas der TK

Heute wurde in Berlin der Depressionsatlas der TK vorgestellt. Hier die Pressekonferenz dazu:

Die Pressemappe zum Depressionsatlas mit weiterführenden schriftlichen Informationen und den Atlas selbst können Sie auf der entsprechenden Seite herunterladen.