Ein Evergreen: Die Diskussion um den Handlauf

Dieser Tage wurde ich auf Twitter wieder einmal Zeuge einer Diskussion um den Sinn oder Unsinn des Handlaufs. Eigentlich müsste es ja heißen “Die Benutzung des Handlaufs”. Ein Thema, das seit gefühlten Jahrzehnten immer wieder hochkocht. Begonnen hatte alles mit diesem Tweet:

Der Widerspruch kam postwendend, verpackt in eine gehörige Portion Ironie:

und

Die Frage von Low Performer lässt sich schnell beantworten. Ja, diese “Handlaufgläubigkeit” kann Teil der Unternehmenskultur sein. Das Unternehmen, das sich schon früh die konsequente Umsetzung der Arbeitssicherheit auf die Fahne geschrieben hat, ist Dupont. So erfolgreich, dass man sogar vom Dupont-System der Arbeitssicherheit spricht (hier eine Beschreibung von Martin Käfer als pdf-Datei). Bekannt geworden ist das System auch unter dem Stichwort Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit (Behavior Based Safety, BBS). Sollten Sie sich näher mit dem Thema BBS befassen wollen, dann ist vielleicht das Buch von Christoph Bördlein Verhaltensorientierte Arbeitssicherheit – Behavior Based Safety (BBS) etwas für Sie.

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Ich will nicht verhehlen, dass ich diesem Ansatz skeptisch gegenüber stehe, ich bin eher ein Freund der Maßnahmenhierarchie und da geht Verhältnisprävention vor Verhaltensprävention. Andererseits hat das BBS unbestreitbare Erfolge vorzuweisen.

Gerade das Beispiel mit dem Handlauf zeigt jedoch, wie Verhältnis- und Verhaltensprävention ineinander greifen und sich ergänzen. Ausgangspunkt ist eine steile Treppe, deren Benutzung nicht ungefährlich ist. Die Arbeitgeber stellen einen Handlauf zur Verfügung, betreiben also Verhältnisprävention. Von Arbeitnehmern dürfen sie erwarten, dass dieser Handlauf auch benutzt wird (in dem Foto oben wird dies in eine Bitte an die Besucher gekleidet). Im übrigen erwarten dies die Arbeitgeber von ihren Mitarbeitern auch zu Recht (im wahrsten Sinn des Wortes), s. ArbSchG $ 15 (Pflichten der Beschäftigten):

Die Beschäftigten sind verpflichtet, nach ihren Möglichkeiten sowie gemäß der Unterweisung und Weisung des Arbeitgebers für ihre Sicherheit und Gesundheit bei der Arbeit Sorge zu tragen.

Wenn Sie nun glauben, das wäre alles nur Schnickschnack, dann sollten Sie sich noch einmal die Kosten eines Arbeitsunfalls vor Augen führen. Da kommt schon etwas zusammen.

Vielen Arbeitnehmern ist offensichtlich nicht bewusst, dass auch sie Pflichten in der Arbeitssicherheit haben. Dass man hier bei der Aufklärung dicke Bretter bohren muss, zeigen die Bemühungen von Thilo Niewöhner in der Diskussion zu o.a. Handlauftweet auf Twitter.

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Mangelt es wirklich an Sensibilität?

In der Ärzte Zeitung erschien kurz vor Jahreswechsel ein Artikel in dem von Autor Matthias Wallenfels die mangelnde Durchführung von Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen thematisiert wurde: Oft fällt die Psyche hinten runter. In dem Beitrag wird noch einmal darauf hingewiesen, dass “nur jede vierte Firma in Deutschland bei der Gefährdungsbeurteilung am Arbeitsplatz auch psychische Belastungen” erfasst werden. Der Grund dafür sei mangelnde Sensibilität für das Thema.

Ich bin mir nicht sicher, ob mangelnde Sensibilität wirklich der Grund dafür ist, dass das Thema Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung nicht und wenn, dann nur mit spitzen Fingern, angegangen wird. Ich stimme eher Frau Dr. Karin Müller, die in dem Artikel zitiert wird zu:

Psychische Belastungsfolgen sind in vielen Unternehmen ein Tabu. Die Analyse der psychischen Gefährdungen bringt in der Praxis zuweilen unangenehme Wahrheiten zutage, die häufig Handlungsbedarf bei den Unternehmensführungen erzeugen.

Für mich liegt hier der Hase im Pfeffer. Viele Unternehmensleitungen haben Angst davor, mit der Gefährdungsbeurteilung schlafende Hunde zu wecken. Sie wissen sehr gut, dass es allein mit der Analye nicht getan ist, vielmehr müssen auf die Analyse Maßnahmen zur Vermeidung von Gefährdung oder zur Verringerung von schlädlichen Gefährdungsfolgen getroffen und umgesetzt werden. Laut Sicht der Arbeitsmediziner seien die Führungskräfte in deutschen Unternehmen noch “nicht ausreichend sensibilisiert für das Gefährdungspotenzial, das psychische Erkrankungen birgt.” Das trifft es m. E. nicht. Viel eher sehen die Führungskräfte Nachteile für den laufenden Betrieb. Ihnen ist leider immer noch nicht klar, dass die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen nicht nur vermeintliche Risiken, sondern vielmehr große Chancen stecken. Denn gerade wenn Schwachstellen aufgedeckt und behoben werden, können erhebliche Potenziale freigesetzt werden, die zum Unternehmenserfolg beitragen.

Am Ende des Artikels wird beklagt, dass “Depressionen oft zu spät erkannt” werden. Das mag zwar richtig sein und ist bedauerlich, aber mit Prävention und Gefährdungsbeurteilung hat das gar nichts zu tun. Hier ist das Kind nämlich schon in den Brunnen gefallen.

Interessant ist in diesem Zusammenhang auch ein Kommentar zum Artikel. Er zeigt, dass der Autor den Unterschied zwischen Verhältnis- und Verhaltensprävention überhaupt nicht begriffen hat. Der Autor zitiert einen Arbeitspsychologen, der diesen Unterschied zum Ausdruck bringt. Wie dieser es gesagt hat, mag fragwürdig sein (wenn es so stimmt), was er gesagt hat, ist vollkommen richtig.

Ach ja, auf die gesetzliche Verpflichtung zur umfassenden Gefährdungsbeurteilung hinzuweisen, erscheint mir vergebliche Liebesmüh, denn wo kein Kläger, da kein Richter.

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Kopfschmerzen am Arbeitsplatz: Eine unterschätzte Gefahr (Gastbeitrag)

Wie die Leserinnen und Leser wissen, ist dieses Blog in erster Linie der Verhältnisprävention gewidmet. Aber auch in der Verhaltensprävention gibt es spannende Themen.
Jeannette Stowasser verdanke ich den folgenden Gastbeitrag:

Stress hat viele Gesichter. Wenn Anspannung zum Dauerthema wird, reagiert der Körper mit Bluthochdruck, Depressionen, Magenschmerzen und Kopfweh, um nur einige Stresskrankheiten zu nennen. Vor allem Kopfschmerz gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten, denn 57 Millionen Deutsche leiden mittlerweile daran. Trotzdem wird diese Krankheit immer noch als Bagatelle abgetan. Die Folgen für die Wirtschaft sind enorm.

Die Weltgesundheitsorganisation interessierte sich dafür, wie viel Geld der europäischen Wirtschaft verloren geht, weil Arbeitnehmer wegen starker Kopfschmerzen zu Hause bleiben müssen. Die Untersuchung aus dem Jahr 2011 ergab, dass 190 Millionen Fehltage auf das Konto von Kopfschmerzen gehen, was einem Verlust von 155 Milliarden Euro entspricht. Dazu kommen all die Arbeitnehmer, die mit pochendem Kopf im Büro bleiben und nur zu geringer  Arbeitsleistung imstande sind. Der „Kopfschmerz-Atlas“ der WHO beklagt, dass nur sehr wenige Betroffene behandelt werden und fordert eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge. Doch nicht nur die Länder stehen in der Pflicht, die Gesundheitsleistungen zu verbessern, denn auch Unternehmen und Arbeitnehmer können aktiv werden. Schließlich sind sie diejenigen, die durch Präventionsprogramme oder Eigeninitiative Stress verringern und Kopfschmerzen vorbeugen können.

Warum Stress zu Kopfschmerzen führt

Wie Kopfschmerzen entstehen, ist Forschern bislang ein Rätsel. Doch die Theorie, die von den meisten Experten vertreten wird, sieht Stress als den  häufigsten Auslöser an. Wenn Stresshormone für angespannte Muskeln sorgen, entstehen Schmerzimpulse, die das Schmerzsystem des Körpers schließlich überfordern. Diese Schmerzimpulse äußern sich in Form von Spannungskopfschmerzen, die über Stunden andauern können.

Weil regelmäßige Entspannung sehr wichtig ist, um Kopfschmerzen vorzubeugen, werden Neurologen nicht müde, ihre Patienten auf die dringend notwendigen Erholungsphasen hinzuweisen. Doch die meisten Patienten gehen nicht zum Arzt und wissen daher nicht, dass Entspannung das A und O in der Kopfschmerztherapie ist.

Entspannung als akute und vorbeugende Maßnahme in der Kopfschmerztherapie

Neurologen empfehlen Patienten, die nur schwer abschalten können, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen hat sich in der Kopfschmerztherapie bereits bewährt. Nacheinander spannt der Patient sämtliche Muskelpartien an, um sie dann bewusst loszulassen. So lässt sich Stress vorbeugen, aber auch akutes Leid lindern.

Eine weitere Möglichkeit, sich besser zu entspannen, bietet MBSR. Bei der sogenannten „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ geht es darum, Anspannung nicht gezielt auszuschalten, sondern anzunehmen. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für diejenigen, die neuen Stress erzeugen, wenn sie ihre Anspannung krampfhaft loswerden wollen. Patienten lernen durch MBSR, stiller Beobachter ihrer Gedanken und Gefühle zu sein und dadurch Abstand vom Schmerz zu gewinnen. Emotionales Leid, das aus Gedanken wie „Jetzt geht das schon wieder los!“ oder „Ich will den Schmerz nicht fühlen!“ entsteht, wird gelindert. Können Patienten den Widerstand loslassen und die Schmerzen annehmen, wird der Schmerz erträglicher. Studien mit chronischen Kopfschmerzpatienten haben ergeben, dass sich die Lebensqualität auf diese Weise verbessert.

Die WHO erklärte Stress zu eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Deshalb wird es Zeit, umzudenken: Regierungen, Unternehmen und Arbeitnehmer sind aufgefordert, gegenzusteuern. Zu wissen, welche Krankheiten Stress auslösen kann und wie wichtig Entspannung in der Therapie ist, ist ein Schritt in diese Richtung. Kopfschmerz ist als zweithäufigste Schmerzerkrankung ein Beispiel, an dem sich die Folgen von Stress und Entspannung gut zeigen lassen. Doch natürlich muss eine Behandlung an mehreren Stellen ansetzen. Stressprävention kann nur ein Teil der Therapie sein – neben anderen effektiven Verfahren.

Über die Autorin:

Jeannette Stowasser ist Online-Redakteurin und hat im jameda-Ratgeber „Kopfschmerzen ganzheitlich behandeln“ nützliche Expertentipps zusammengefasst, die Patienten helfen, eine maßgeschneiderte Kopfschmerztherapie für sich zusammenzustellen. Entspannungstechniken sind ein Element, das neben Schmerzmitteln, Heilpflanzen, Wärmeanwendungen und Bewegung zu den wichtigsten Verfahren gegen Kopfschmerzen zählt.

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Umgang mit psychischen Belastungen auf dem PM-Camp 2012

Vorletzte Woche fand in Dornbirn das zweite Projektmanagement-Camp statt. Die Organisation der Veranstaltung folgte dem Prinzip des Barcamps. Und da dort jeder, der möchte, ein Thema zur Diskussion stellen darf, sprang ich mit dem Thema “Umgang mit psychischen Belastungen/Beanspruchungen” in die Bütt. Das Thema war etwas “off-topic” und so war ich über den guten Besuch meiner Session doch etwas erstaunt (und erfreut).

Was mich in der Diskussion dann doch etwas überrascht hat, war, dass psychische Belastung von den meisten (nicht von allen!) Teilnehmern eher als individuelles Problem gesehen wurde. Insofern läge es auch am Einzelnen, über Eigenverantwortung, entsprechenden Lebensstil etc. für ein Minimum an Stress zu sorgen.

Ich konnte mir gegen Ende der Session einen Hinweis zum Nachdenken nicht verkneifen:

Wenn Sie auf dem Bau oder auf Montage als Vorgesetzter einen Mitarbeiter sehen, der in schwindelerregender Höhe ungesichert arbeitet, lassen Sie ihn weiterarbeiten oder greifen Sie ein? Nur mal so…

Auf der Website openPM können Sie eine kurze Zusammenfassung der Session nachlesen. Guntram Bechtold hat seine Notizen, die er auf unnachahmliche Weise als Scribbles angefertigt hat, auf seinem Blog veröffentlicht. Danke dafür!

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BTW: Über das Format des Barcamps muss nicht mehr viel gesagt werden. Ich denke, über kurz oder lang werden alle Konferenzen in dieser interaktiven Form durchgeführt werden. Die Zeit ist einfach reif dafür. Wenn Sie nicht wissen, wie ein Barcamp funktioniert, dann schauen Sie sich das Video von Lightwerk an (via @Thomas_Michl):

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Achtsamkeit als Instrument der Verhaltensprävention

Ein nachgewiesen wirksames Mittel im Umgang mit Stress und anderen Widrigkeiten ist die Achtsamkeitsbasierte Stressreduktion (MBSR) nach Kabat-Zinn. Ich bin von diesem Ansatz überzeugt und praktiziere die Achtsamkeitsmeditation täglich, wie ich gestern im Toolblog berichtet habe.

Achtsamkeit hatte auch ein Artikel zum Thema, der vor ein paar Tagen in der online – Ausgabe der Welt erschienen ist: Achtsamkeit soll gegen Job-Wahnsinn helfen. In dem Artikel wird der Vorschlag eines “Coaching-Paares” aufgegriffen, nach dem Firmen Achtsamkeits-Trainings anbieten sollen. Nicht nur das:

Ihre [die der Coaches] Idee ist es, Mitarbeiter der Firmen auszubilden, die dann für ihre Kollegen das Achtsamkeits-Training anbieten – denn am Arbeitsplatz finde "der meiste tägliche Wahnsinn" statt.

Jetzt bin ich ganz durcheinander und habe ein paar Fragen:

  • Wenn es wirklich so ist, dass der Wahnsinn am Arbeitsplatz stattfindet, sollte man dann nicht den Arbeitsplatz verändern? Ganz so, wie es die Maßnahmenhierarchie vorsieht? Oder in unserem Jargon: Sollte man nicht zuerst Verhältnisprävention betreiben?
  • Woher wissen die überhaupt, ob die Achtsamkeitsintervention die richtige ist? Haben die vorher die Situation analysiert, zum Beispiel mit einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung? Ganz nach Lewin: “Keine Maßnahme ohne Diagnose”? Sind die sicher, dass mit dem angewandten Gießkannenprinzip nicht das Geld zum Fenster hinaus geworfen wird?
  • Sind die Coaches weiterhin sicher, dass die Mitarbeiter bei einer solchen Intervention überhaupt mitziehen? Wollen die das? Werden die Mitarbeiter in die Maßnahmenplanung einbezogen? Ganz nach dem Prinzip der Organisationsentwicklung: “Betroffene zu Beteiligten machen”?

Damit wir uns nicht falsch verstehen. Ich lasse mich in meiner Begeisterung für MBSR nicht übertreffen. Aber in meiner Begeisterung für das Grundprinzip “Verhältnis- vor Verhaltensprävention” auch nicht.

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Wie Sie Ihre Augen trainieren können

Wenn Sie so wie ich lange am Bildschirm sitzen, dann kann es nicht schaden, Ihren Augen ab und eine Erfrischung zu gönnen. Auf WikiHow zeigt Ihnen ein netter Junge, wie Sie Ihre Augen trainieren können: How to Exercise Your Eyes. Wichtig ist, diese Übungen regelmäßig zu machen, damit sich die erhoffte Wirkung einstellt. Viel Spaß!

Augentraining

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Der Unterschied zwischen Verhaltens- und Verhältnisprävention, mal anders ausgedrückt

Johannes Thönneßen gehört mit seinem MW-online-Blog zu den Autoren, die ich regelmäßig lese. Vor kurzen erschien von ihm ein Artikel zum Thema Burnout: Burn-out diagnostizieren?
Dort schreibt er:

Bei der erwähnten Umfrage unter Personalern ist herausgekommen, dass eine wirkungsvolle Maßnahme die betriebliche Gesundheitsförderung sein soll – sagen die Personaler. Damit soll psychischen Belastungen vorgebeugt werden. Gleichzeitig werden als Hauptbelastungsfaktoren der starke Erfolgsdruck, der Zeitdruck, die ständige Erreichbarkeit und die Arbeitsverdichtung genannt.

Hier stimmt doch etwas nicht, oder? Mal angenommen, ein Unternehmen stellt fest, die Mitarbeiter erkranken häufig und die Ursache ist die hohe Schadstoffbelastung an den Arbeitsplätzen. Würde man dann den Führungskräften beibringen, die Symptome einer Vergiftung zu erkennen und ein umfassendes Gesundheitsförderungsprogramm ins Leben rufen mit Waldläufen zum Ausgleich und einer Anlaufstelle außerhalb des Unternehmens für vergiftete Mitarbeiter, die sich anonym Hilfe holen können?

Mit Verlaub, Herr Thönneßen, Sie treffen den Nagel auf den Kopf, besser kann man das nicht ausdrücken. Ich weiß schon, warum ich Ihre Artikel immer wieder gerne lese!

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Verhältnis- und Verhaltensprävention

Auf diesen entscheidenden Unterschied kann man gar nicht oft genug hinweisen: Den Unterschied zwischen Verhältnis– und Verhaltensprävention nämlich. Eine ausführliche Begriffsbestimmung liefert noch einmal Götz Kluge auf seinem Blog. Beide Vorsorgearten halte ich für wichtig, sie ergänzen einander. Und dennoch, folgt man der auch innerhalb der BGn propagierten Maßnahmenhierarchie, dann ist zunächst bei der Verhältnisprävention anzusetzen. Oder anders formuliert: “Man muss die Verhältnisprävention tun, ohne die Verhaltensprävention zu lassen.”

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Mentalstrategien für den Alltag

Man müsste “Nerven haben wie breite Waldwege”, sagt der Schwabe und tatsächlich erscheint ein gesundes dickes Fell so notwendig wie nie zuvor. Die Techniker Krankenkasse drückt es vornehmer aus und nennt dies “Mentalstrategien für den Alltag”. Hans-Dieter Hermann und Jan Mayer haben für die TKK eine gleichnamige Broschüre verfasst (pdf-Datei). Sie erfahren dort, wie Sie anerkannte Methoden aus dem Leistungssport verwenden können, um mit den alltäglichen Aufgaben besser klar zu kommen. Die Autoren beschreiben fünf Mentalstrategien:

  1. Motivieren Sie sich selbst
  2. Optimieren Sie Ihre psychische Leistungsfähigkeit
  3. Optimieren Sie Ihr Selbstbewusstsein
  4. Optimieren Sie Ihre Regenerationsfähigkeit
  5. Lassen Sie sich durch andere unterstützen

Schon die Überschriften verheißen spannende Lektüre, finde ich.

Mentalstrategien_TKK

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