Wo finde ich was? Das neue Regelwerk der DGUV

Ich hatte es schon bei meinem letzten Beitrag vermutet: Das Regelwerk der DGUV hat sich geändert. Anders gestaltet wurden beispielsweise die Struktur der Veröffentlichungen und die dazugehörigen Bezeichnungen. Die Veröffentlichungen sind nun unterteilt in:

  • DGUV Vorschriften
  • DGUV Regeln
  • DGUV Informationen und
  • DGUV Grundsätze

Ein Verzeichnis der Veröffentlichungen finden Sie in der Transferliste DGUV Regelwerk (Download pdf-Datei). Dort sind auch die Broschüren aufgelistet, die nicht mehr geführt werden. Leider ist bei den Publikationen, die „vom Markt genommen“ wurden, auch das eine oder andere nützliche Werk dabei. Ganz verschwunden sind diese aber noch nicht. In den Weiten des Internets gibt es noch die eine oder andere Behörden-Website, auf der Sie manche nicht mehr publizierte Broschüre finden können.

Es zahlt es sich manchmal aus, dass die Behördenmühlen langsam mahlen. 😉

DGUV Transferliste

 

Themenheft “Alternde Gesellschaft”

Die Bundeszentrale für politische Bildung (bpb) ist Herausgeber des Magazins “Aus Politik und Zeitgeschichte”, das mit verschiedenen Artikeln unterschiedlicher Autoren ein bestimmtes Thema aus verschiedenen Blickwinkeln beleuchtet. Thema des Heftes 45-5/2013 ist die “alternde Gesellschaft”. Es wird auf die Diskussion zur Altersarmut ebenso eingegangen wie zur Situation des Pflegesektors. Sie können das Heft als pdf-Datei hier herunterladen.

image

[via Blog der Becker Stiftung]

Der Stressreport 2012 der BAuA

Wenn man, so wie ich, per RSS-Feed die Nachrichten zu einem bestimmten Thema abonniert hat, so konnte man seit gestern sein blaues Wunder erleben. Es wurde nämlich in einer Pressekonferenz der Stressreport 2012 der  Bundesanstalt für Arbeitsschutz und Arbeitsmedizin veröffentlicht. Seit dem quillt der Newaggregator förmlich über und man kommt bei der Fülle der Meldungen noch nicht mal hinterher, wenn man nur die Überschriften überfliegt.

Was für mich neu ist: Es werden mittlerweile von den Tageszeitungen nicht nur die Pressemeldungen abgeschrieben, sondern es ist auch der eine oder andere Kommentar zu lesen. Vielleicht ist dies ein Zeichen, dass das Thema in den klassischen Medien angekommen ist und der Druck durch die veröffentlichte Meinung wächst.

Ich jedenfalls werde mich nicht hetzen lassen und in Ruhe die einzelnen Artikel/Kommentar durchsehen und an dieser Stelle kommentieren, was mir zu kommentieren wichtig erscheint.

Hier die Spitzenreiter in der Hitliste der Belastungen:

  1. Multitasking (58%)
  2. starker Termin- und Leistungsdruck (52%)
  3. ständig wiederholende Arbeitsvorgänge (50%) (Monotonie?)
  4. häufig Störungen während ihrer Arbeit (44%)

Wenn Sie das Original bevorzugen, bevor Sie sich von mehr oder weniger kompetenten Kommentatoren die Welt erklären lassen, dann können Sie sich den Stressreport als pdf – Datei herunterladen.

Stressreport2012

Psychische Belastungen in der Arbeitswelt

Laut eigener Aussage bieten die Technologieberatungsstellen (TBS) beim DGB “Beratung, Weiterbildung und Information zu allen Fragen rund um Beschäftigung, Organisation der Arbeit, Technik und Gesundheit”. Mit der Arbeit der TBS sollen insbesondere die Arbeitnehmervertretungen in den Betrieben fachlich unterstützt werden. Die TBS Rheinland-Pfalz hat eine Broschüre zu psychischen Belastungen veröffentlicht mit dem Titel: Psychische Belastungen in der Arbeitswelt – von Stress, Mobbing, Angst bis Burnout (pdf-Datei). Im ersten Kapitel nehmen die Autoren eine Begriffsbestimmung vor und erläutern das Belastungs-Beanspruchungskonzept. Der zweite Teil vertieft entsprechend dem Titel der Schrift die Sicht auf bestimmte Belastungsformen. Der dritte Abschnitt wendet sich an die Arbeitnehmervertreter und schlägt ein abgerundetes Handlungskonzept zum Umgang mit psychischen Belastungen vor.

TBS_Psych_Bel

Betriebe und der demografische Wandel

Dass unsere Wirtschaft einen gesteigerten Bedarf an Fachkräften hat, das pfeifen mittlerweile die Spatzen von den Dächern. Die Rekrutierung fällt immer schwerer, wir haben immer weniger junge Leute. Gleichzeitig werden wir immer älter. Was tun also? Wer 1 + 1 zusammenzählen kann, wird schnell feststellen, dass wir auf die Mitarbeit der Senioren in Zukunft nicht verzichten können. Ein Umstand, auf den mein befreundeter Kollege Leopold Stieger immer wieder hinweist. Zum Thema Demografischer Wandel in der Arbeitswelt hat das Bundesministerium für Forschung und Bildung einen Leitfaden veröffentlicht: Demografischer Wandel – (k)ein Problem! (Download pdf-Datei).

Nun weiß ich nicht, ob die Integration älterer Arbeitnehmer wirklich das Problem ist, als das es immer dargestellt wird. Meines Erachtens liegen die Beschränkungen nicht bei den Senioren, sondern in den Köpfen der Manager, die sie beschäftigen sollen. Früher haben wir immer auf die Alten geschimpft, die vergessen haben, dass sie auch mal jung waren. Heute kann man auf die Jungen schimpfen, die vergessen, dass sie auch mal alt werden.

20.01

BTW: Vor fast genau einem Jahr war Leopold Stieger in der ORF-Sendung “Unruhestand Pension” bei “Stöckl am Samstag”. Für die, die es nicht wissen: Barbara Stöckl ist in Österreich das, was Sandra Maischberger in Deutschland ist. Sie können die Sendung mit Leopold Stieger hier noch einmal anschauen.

Gefährdungsbeurteilung bei psychischen Belastungen

Die Analyse psychischer Belastungen ist ein Element einer vollständigen Gefährdungsbeurteilung. Dennoch ist vielen Fach- und Führungskräften unklar, wie im speziellen Fall der psychischen Gefährdungsfaktoren vorzugehen ist. Die Freie und Hansestadt Hamburg hat eine Informationsbroschüre veröffentlicht, die über Hintergründe und Vorgehensweise aufklären soll: Psychische Belastungen – Handlungskonzept zur Gefährdungsbeurteilung (pdf).

Die Broschüre soll:

  1. in die Thematik „psychische Belastung am Arbeitsplatz“ einführen
  2. das Handlungskonzept des Amtes für Arbeitsschutz Hamburg „Hilfe zur Selbsthilfe“ darstellen
  3. Mut machen, den Betrieb zum „vorbildlichen Unternehmen“ zu entwickeln

Gerade der zweite Punkt dürfte vor allem für KMU von großem Interesse sein.

08.01

Falls Sie Fragen zur Durchführung einer Gefährdungsbeurteilung bei psychischen Belastungen, rufen Sie mich an. Ich helfe Ihnen gerne weiter.

Kein Stress mit dem Stress

Mit der Kampagne unter dem Motto „work. in tune with life. move europe“ will das Europäische Netzwerk für Betriebliche Gesundheitsförderung insbesondere die Psychische Gesundheit am Arbeitsplatz fördern. Im Rahmen dieser Aktion wurde eine Broschüre veröffentlicht, die sich an Beschäftigte wendet und über den richtigen Umgang mit Stress aufklären will: Kein Stress mit dem Stress (pdf-Datei). Das Spektrum der Tipps reicht von der richtigen Ernährung bis zum Aufbau und dem Einsatz eigener Ressourcen.

KeinStressMitDemStress

Broschüre “Psychische Belastungen in der Arbeitswelt”

Alfred Oppolzer ist Professor an der Universität Hamburg und einer der Experten auf dem Gebiet der Arbeits- sowie Gesundheitswissenschaften. Für die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) hat er eine ausführliche Abhandlung über psychische Belastungen in der Arbeitswelt verfasst. Die Broschüre können Sie als pdf-Datei auf der Website der BGHW kostenlos herunterladen. Besondere Aufmerksamkeit verdient m. E. das Kapitel über die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Hier wird beschrieben, wie eine solche Maßnahme systematisch in 5 Schritten durchgeführt wird.

oppolzer

Kleingruppenkonzepte im Vergleich

“Betroffene zu Beteiligten machen”, lautet ein alter Grundsatz der Organisationsentwicklung, der weitgehend akzeptiert, aber selten umgesetzt wird. Auch im betrieblichen Gesundheitsmanagement gilt der “Gesundheitszirkel” als bewährte Methode, wie Mitarbeiter in den Gesundheitsschutz einbezogen werden können. In einer Seminararbeit an der Universität Bremen hat Anne Breuker die verschiedenen Kleingruppenkonzepte nebeneinander gestellt: Qualitätszirkel, Gesundheitszirkel und andere Problemlösegruppen (pdf-Datei). Ich selbst halte von diesen Problemlösungsgruppen sehr viel und trainiere auch Moderatoren im KVP und Gesundheitsmanagement. Die wichtigste Erfolgsvoraussetzung für Problemlösungsgruppen: Die Führung muss deren Arbeit ernst nehmen und sich konstruktiv mit den Ergebnissen auseinandersetzen. Und genau da liegt oft der Hase im Pfeffer, wenn es nicht funktioniert. Lesen Sie dazu auch das Kapitel 5 in der Seminararbeit.

Schlafstörungen und wie Sie damit umgehen können

Jeder von uns kennt den Kalauer “Lieber ins Büro, als überhaupt keinen Schlaf”. Nun gibt es Mitmenschen, die über diesen Scherz überhaupt nicht (mehr) lachen können. Im Gesundheitsreport 2010 der DAK mit dem Schwerpunktthema “Schlafstörungen” lesen wir:

Bei etwa 5 Prozent der Allgemeinbevölkerung besteht eine Insomnie mit deutlicher Beeinträchtigung der Tagesbefindlichkeit.

Dass darunter natürlich auch die Leistungsfähigkeit leidet, muss nicht mehr gesondert erwähnt werden. In dem Gesundheitsreport der DAK, die Sie als pdf-Datei herunterladen können, finden Sie weitere umfangreiche Informationen rund um das Thema “Schlafstörungen”. Sie erfahren, wie sie definiert sind, woher sie kommen und was Sie dagegen tun können. Alle Informationen sind mit Zahlen, Daten, Fakten unterlegt, die in einer Bevölkerungsbefragung erhoben wurden.

DAK_GR2010_Titel

Wenn Sie selbst betroffen sind und sowohl an wissenschaftlichen Ausführungen als auch an praktischen Hilfestellungen interessiert sind, empfehle ich Ihnen die Website der Deutschen Gesellschaft für Schlafforschung und Schlafmedizin (DGSM), auf der eine Reihe von Publikationen zum Download angeboten werden. Auch der Ratgeber "Schlafstörungen und ihre Behandlungsmöglichkeiten" könnte Ihnen vielleicht weiterhelfen.