Ist Arbeitsschutz ohne Sanktionen möglich?

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Der bevorzugte Social-Media-Kanal ist für mich Twitter, aus welchen Gründen auch immer. Dort folge ich einigen Organisationen aus dem Arbeitsschutz, unter anderem auch der Berufsgenossenschaft Handel und Warenlogistik BGHW.

Unter diesem Account wurde vor einigen Tagen etwas gezwitschert, das sofort meine Aufmerksamkeit erregte:


Man reibt sich verwundert die Augen. Kann es sein, dass sich knapp die Hälfte der Unternehmen verweigert, wenn es um die Durchführung von Gefährdungsbeurteilungen geht? Eigentlich kommt ein Unternehmen um Gefährdungsbeurteilungen nicht herum, wie in dem o.a. Tweet von der BGHW bestätigt wurde. Nun wollte ich von der BGHW wissen, was passiert, wenn man die Gefährdungsbeurteilung nicht macht bzw. ob dies sanktioniert wird:

Ich fand es prima, wie schnell mir auf diese Frage geantwortet wurde:

Ich gebe zu, jetzt war ich doch überrascht, nicht so sehr auf Bevorzugung der Kooperation als vielmehr über die Aussage zu dem Ordungsgeld. Das wollte ich nun doch genauer wissen:

Tatsächliche finden wir in dieser Broschüre einiges über die o.a. Rechtsfolgen. Allerdings dürfte es schwer nachzuweisen sein, dass Unternehmer vorsätzlich oder fahrlässig die Gefährdungsbeurteilung unterlassen.

Interessant ist, dass besonders kleine Betriebe bis 50 Beschäftigen ihrer Pflicht bez. Gefährdungsbeurteilungen nicht nachkommen. Ich weiß nicht, warum das so ist, jedoch würde ich hier keine böse Absicht unterstellen. So kenne ich viele junge Unternehmen aus dem IT-Bereich („Start-ups“), deren Eigentümer gar nicht wissen, dass sie gewissen Verpflichtungen im Arbeitsschutz haben.
Insofern kann ich die Aussage der BGHW nachvollziehen, wenn sie klarstellt:

Das Thema hat einige andere Twitterer angeregt, sich an der Diskussion zu beteiligen:

Die letzte Frage blieb meines Wissens nach unbeantwortet.

Was meinen Sie: Ist eine Sanktionierung von Unterlassungen bei der Gefährdungsbeurteilung sinnvoll oder ist es besser, auf die „Einsicht in die Notwendigkeit“ zu setzen?

BTW: Wenn Sie mir auf Twitter folgen möchten, dann können Sie das hier tun. Unter dieser Adresse finden Sie den Twitteraccount der BGHW.

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Filmportal der BGHW

Vor einiger Zeit wies mich von der BG Handel und Warenlogistik (BGHW) auf ihr neues Filmportal hin. Sie können auf dem Portal mehr als 70 Videos anschauen und bei Bedarf sogar herunterladen. Leider hat es noch kein Film zur psychischen Gesundheit in die Sammlung geschafft. Aber was noch nicht ist, kann ja noch werden. Leider können Sie die Bilder nicht direkt in eine Website einbinden, was ich als bloggender Mitmensch etwas schade finde.

Aber die BGHW betreibt auch einen einen Video-Kanal auf YouTube. Dort ist das Einbetten problemlos möglich. Wenn ich es richtig beurteile, liegt auf dem YouTube-Kanal der Schwerpunkt eher auf Kampagnen und dem Präventionspreis, also auf Best-Practice-Beispielen.

Stöbern Sie ein wenig herum,, vielleicht finden Sie etwas Nützliches für Ihre Unterweisungen.

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BGHW aktuell: Psychische Belastungen

Die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) gibt vierteljährlich das Informationsblatt BGHW aktuell heraus. Der Schwerpunkt der Ausgabe im August liegt bei den psychischen Belastungen. In diesen Beiträgen wird das Thema erläutert:

Über den letzten Beitrag musste ich ein bisschen den Kopf schütteln. Dort heißt es:

Es sollte eine offene Kommunikation gesucht werden. Es ist keine Schande, mit seinen direkten Vorgesetzten über dieses Problem zu reden und beispielsweise mehr Handlungsspielraum oder Rückendeckung einzufordern. Auch mit ihren Mitarbeitern sollte eine Führungskraft regelmäßige Gespräche führen. Diese Gespräche sind nämlich ein wichtiges Instrument, um eine Rückmeldung auch zum eigenen Verhalten zu bekommen.

Ich frage mich, was eine mittlere Führungskraft mit einer solchen Aussage anfangen soll.

Hingegen konnte ich Hinweise zur systematischen Beurteilung psychischer Gefährdungsfaktoren leider nicht finden.
Schade eigentlich, ausgerechnet eine BG verpasst hier eine Chance zur Aufklärung.

Sarkastisches Smiley

Sie können auch das gesamte Heft als pdf-Datei herunterladen.

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Gefährdungsbeurteilung für Unternehmer

Für die Unternehmer führt an der Gefährdungsbeurteilung kein Weg vorbei. Dies kann man in aller Kürze sogar bei der allwissenden Wikipedia nachlesen. Dennoch sind sich viele Arbeitgeber vor allem aus dem Bereich der KMU nicht immer im Klaren darüber, welchen Umfang eine Gefährdungsbeurteilung hat und wie man dabei vorgehen muss. Eine Broschüre der Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) schließt diese Lücke. In dem Unternehmer-Handbuch Gefährdungsbeurteilung wird nahezu alles abgedeckt, was der Unternehmer über das Thema wissen muss. Für Mitgliedsbetriebe der BGHW gibt es sogar ein Angebot, mit dem man die Gefährdungsbeurteilung online durchführen kann. Sie können die Broschüre als pdf-Datei herunterladen.

07.01

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Broschüre “Psychische Belastungen in der Arbeitswelt”

Alfred Oppolzer ist Professor an der Universität Hamburg und einer der Experten auf dem Gebiet der Arbeits- sowie Gesundheitswissenschaften. Für die Berufsgenossenschaft Handel und Warendistribution (BGHW) hat er eine ausführliche Abhandlung über psychische Belastungen in der Arbeitswelt verfasst. Die Broschüre können Sie als pdf-Datei auf der Website der BGHW kostenlos herunterladen. Besondere Aufmerksamkeit verdient m. E. das Kapitel über die Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen. Hier wird beschrieben, wie eine solche Maßnahme systematisch in 5 Schritten durchgeführt wird.

oppolzer

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