Themenportal “Sucht am Arbeitsplatz”

Seit fast zwanzig Jahren begleite ich eine Seminarreihe zum Thema Mitarbeiterführung für mittlere Führungskräfte aus der Verpackungsindustrie. Ein Evergreen unter den Problemen, mit denen sich diese Führungskräfte immer wieder befassen müssen, ist der Alkoholmissbrauch in der Belegschaft. In der Zwischenzeit hatte ich zwar schon das Gefühl, die Lage habe sich entschärft, aber offensichtlich ist dies nicht der Fall. Vielmehr ist die Herausforderung “Sucht” komplexer geworden. Früher war der Alkohol die Droge Nummer 1, heute werden immer mehr Arzneimittel missbraucht und auch Cannabis wird immer häufiger konsumiert.

Hilfestellung zum Thema “Sucht am Arbeitsplatz”soll ein Themenportal  bieten, das im April ins Netz gegangen ist. Sie finden dort nützliche Tipps zur Vorbeugung und Intervention, aber auch ein Konzept für ein betriebliches Suchtprogramm. Zur Vertiefung eignet sich die ausführliche Literatur- und Linkliste.

[via SIFATipp]

Aktionswoche Alkohol

Gestern startete die Aktionswoche Alkohol. Aus dem Ankündigungstext:

Erwachsene und Jugendliche für einen maßvollen Alkoholkonsum zu gewinnen ist das Hauptziel der Aktionswoche 2011 "Alkohol? Weniger ist besser!", die vom 21. bis 29. Mai 2011 stattfindet. Der Name ist nicht nur Programm, wir greifen damit auch das eindeutige und prägnante Motto der WHO auf. Alle, die Alkohol trinken – also 90 Prozent der Bevölkerung – sollen angeregt werden, ihr Trinkverhalten einzuschätzen und zu prüfen, ob der eigene Konsum von Bier, Wein und Schnaps noch gesundheitsverträglich ist.

Zur Aktionswoche gibt es eine eigene Website. Sie finden dort eine Fülle von Informationen zum Suchtmittel Alkohol, zu Hilfe und Selbsthilfe und aktuelle Veranstaltungstermine. Ich gebe zu, ich bin eher skeptisch, was den Erfolg derartiger Kampagnen angeht. Sie werden vor Menschen mit ausgesprochener Zukunftsorientierung gemacht und sollen Menschen ansprechen mit hedonistischem Gegenwartsbezug. Näheres dazu hier.

7394a7b628

FAQ zum Thema Alkohol

Vor einigen Monaten gab es beim Hamburger Abendblatt eine Telefonaktion, bei der Experten Leserfragen zum Thema Alkohol beantworteten: Trinke ich zu viel? Das Ergebnis war eine Art FAQ-Sammlung zum Umgang mit unserem Suchtmittel Nr. 1. Beantwortet wurden Fragen wie “Welche Blutwerte deuten auf einen riskanten Alkoholkonsum hin?” genau so wie “Wie kann ich meinem alkoholkranken Sohn helfen, wenn er alle Therapeuten ablehnt?”. Das ganze Spektrum also.

Falls Sie weitergehende Informationen wünschen, ist vielleicht die Seite der AOK der ideale Ausgangspunkt für weitere Recherchen.

Vom verantwortlichen Umgang mit Alkohol

Ein Evergreen in den Veranstaltungen ist das Thema “Alkohol am Arbeitsplatz. Meiner subjektiven Ansicht nach hat sich das Problem in den letzten Jahren zwar wesentlich entschärft, ist aber nicht zur Gänze gelöst. Dies zeigen auch die Meldungen, die in den letzten Tagen durch die Presse gingen: “Die Abhängigkeit kommt meist schleichend” heißt es da oder  “Viele Karrierefrauen trinken gegen Stress im Job”.

Vor einiger Zeit habe ich Ihnen in diesem Blog einige Hinweise auf Informationen zum Thema Alkohol  gegeben. Hier kommt noch eine Ergänzung: Die Broschüre “Alles klar? Tipps und Informationen für den verantwortungsvollen Umgang mit Alkohol” wendet sich an jeden Einzelnen von uns (Download pdf-Datei). Sie

regt dazu an, einmal ganz bewusst über den eigenen Umgang mit Alkohol nachzudenken und den persönlichen Umgang mit Alkohol zu überprüfen. Ausgehend von einem Test "grün, gelb, orange oder rot" kann jeder/jede nach dem Ampelmodell herausfinden, wo im Spektrum zwischen risikoarm, riskant, schädlich oder abhängig er/sie sich persönlich befindet. Dabei werden die meist zwar allgemein bekannten, aber im persönlichen Umgang oft verdrängten Risiken des Alkoholkonsums bewusst gemacht.          

Machen wir uns nichts vor, viele von uns wissen gar nicht, dass ihr Alkoholkonsum schon längst über die Verträglichkeitsgrenze hinausgeht. Vielleicht ahnen sie es.

BZgA_Alkohol

Alkohol am Arbeitsplatz (2)

Vor einigen Tagen habe ich an dieser Stelle auf eine Broschüre hingewiesen, in der Sie erklärt bekommen, wie Sie als Mitarbeiter und Kollege mit dem Problem “Alkohol am Arbeitsplatz” umgehen sollten. Wenn Sie Führungskraft sind und die Thematik eher aus diesem Blickwinkel betrachten, dann ist vielleicht die einschlägige Veröffentlichung für Sie interessant, die die Deutsche Hauptstelle für Suchtfragen (DHS) und die Krankenkasse Barmer/GEK gemeinsam herausgeben:  Alkohol am Arbeitsplatz – Eine Praxishilfe für Führungskräfte. Die Broschüre gibt es als pdf-Datei zum kostenlosen Download.

Alkohol_Fuehrungskraefte

Alkohol am Arbeitsplatz

Vieles ändert sich, doch ein Thema ist und bleibt offensichtlich ein Evergreen: Alkohol am Arbeitsplatz. Ich habe bislang noch kein Führungsseminar gegeben, bei dem dieses Thema nicht zumindest angerissen wurde. Aber nicht nur Führungskräfte sind betroffen, sondern auch Kollegen. Ein paar einschlägige Hinweise gibt Rüdiger Klepsch von Spiegel online: Hilfe, mein Kollege trinkt! Falls Sie sich weiter in die Materie einlesen möchten, empfehle ich Ihnen die Broschüre Alkohol am Arbeitsplatz – Hinweise für Mitarbeitende (pdf). Herausgeber ist die Organisation Sucht Info Schweiz.

 

Alkohol_am_Arbeitsplatz