Termine Kompaktworkshop “Psychische Belastung am Arbeitsplatz”

Hervorgehoben

In Zusammenarbeit mit der Technischen Akademie Schwäbisch Gmünd und dem Institut für Jugendrecht, Organisationsentwicklung und Sozialmanagement (IJOS) begleite ich Workshops zum Thema “Psychische Belastungen am Arbeitsplatz”. Sie erfahren dort u.a., wie Sie eine vollständige Gefährdungsbeurteilung unter Einbeziehung psychischer Belastungen vornehmen können. Die Termine:

Nähere Infos zu Inhalten und Anmeldung erhalten Sie unter den angegebenen Links oder bei mir. – Ich freue mich auf Sie!

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“Gesunde Arbeit” – Eine Kampagne des BDP

Der Berufsverband Deutscher Psychologinnen und Psychologen e.V. (BDP) betreibt eine Kampagne mit dem Titel “Gesunde Arbeit”. Auf der dazu gehörenden Website finden Sie allerhand nützliche Informationen in Form von Präsentationen. Die Themen reichen von Burnout über demografischen Wandel bis hin zum Betrieblichen Gesundheitsmanagement. Sie können die Präsentationen als pdf – Datei herunterladen. Wenn Sie möchten, kommt auch jeden Monat eine neue Folge zu Ihnen in den elektronischen Briefkasten.

Arbeits- und Organisationspsychologen sind sicher die Ansprechpartner für Problemfälle im Betrieb. Insbesondere ein Employee Assistance Program (EAP) kann eine sinnvolle Maßnahme sein.

Für eine Gefährdungsbeurteilung müssen Sie jedoch nicht zwingend einen Psychologen hinzuziehen. Wenn allerdings die Auswertung zeigt, dass die Analyse vertieft werden muss und entsprechende Verfahren zum Einsatz kommen, muss ein geschulter Psychologe hinzugezogen werden. Insbesondere ist dies bei Expertenverfahren der Fall. Eine Übersicht hierzu finden Sie auf der Website der BAuA.

Der Einfluss der Führung auf die Gesundheit der Mitarbeiter

Die Behauptung, dass die Führung einen bedeutenden Einfluss auf das psychische Wohlbefinden der Mitarbeiter hat, dürfte wohl nicht mehr bestritten werden. Unter dem Dach der BAuA haben drei Forschungsteams den Einfluss der Führung näher untersucht. Die Ergebnisse der Arbeit wurden in der Publikation “Rewarding and sustainable healthpromoting leadership” zusammengefasst, die Sie als pdf-Datei kostenlos herunterladen können.
Leider ist der Text in englischer Sprache verfasst, es gibt aber eine umfangreiche deutsche Zusammenfassung.

Wie immer handelt es sich bei dem Bericht um BAuA-übliche schwere wissenschaftliche Kost. Wer es leichter verdaulich haben möchte, dem sei die Seite “Managementführung” bei der EU-OSHA empfohlen.

Wo finde ich was? Das neue Regelwerk der DGUV

Ich hatte es schon bei meinem letzten Beitrag vermutet: Das Regelwerk der DGUV hat sich geändert. Anders gestaltet wurden beispielsweise die Struktur der Veröffentlichungen und die dazugehörigen Bezeichnungen. Die Veröffentlichungen sind nun unterteilt in:

  • DGUV Vorschriften
  • DGUV Regeln
  • DGUV Informationen und
  • DGUV Grundsätze

Ein Verzeichnis der Veröffentlichungen finden Sie in der Transferliste DGUV Regelwerk (Download pdf-Datei). Dort sind auch die Broschüren aufgelistet, die nicht mehr geführt werden. Leider ist bei den Publikationen, die “vom Markt genommen” wurden, auch das eine oder andere nützliche Werk dabei. Ganz verschwunden sind diese aber noch nicht. In den Weiten des Internets gibt es noch die eine oder andere Behörden-Website, auf der Sie manche nicht mehr publizierte Broschüre finden können.

Es zahlt es sich manchmal aus, dass die Behördenmühlen langsam mahlen. ;-)

DGUV Transferliste

 

Gefährdungsfaktoren im Büro

Manchmal lästern die Mitarbeiter im Büro über den eigenen Arbeitsplatz, wenn es um die Beurteilung von Gefährdungen geht: “Was soll uns schon passieren? Höchstens, dass wir mit der Kinnlade auf die Tischplatte fallen.” Selbstironie hin oder her, auch im Büro gibt es allerhand Gefahren.

Zumindest so viel, dass die Gesetzliche Unfallversicherung eine eigene Information herausgegeben hat, die GUV-I 8713 mit dem Titel “Gefährdungs- und Belastungs-Katalog, Verwaltung, Büroräume (Bildschirmarbeiten)”.

Die Broschüre ist ein praxisnaher Leitfaden für das systematische Identifizieren von möglichen Gefährdungen im Bürobereich. Herunterladen können Sie die Broschüre als pdf-Datei zum Beispiel auf der Website der Martin-Luther-Universität Halle Wittenberg (pdf-Datei).

Auf der Website der DGUV ist diese Publikation leider nicht mehr erhältlich. Ich werde recherchieren, ob diese nützliche Schrift in der Zwischenzeit durch eine andere aktuellere ersetzt worden ist. Vielleicht weiß ein Leser mehr.

 

Was ist “Burnout” wirklich?

Sie alle kennen sicher das Gesundheitsmagazin “Apotheken Umschau”. Wenn nicht, es handelt sich um eine Kundenzeitschrift, die die Apotheken kostenlos für ihre Kunden bereithalten. Scherzhaft auch manchmal “Senioren-Stern” genannt.

In einer Pressemitteilung zur Vorstellung der Ausgabe 2/2015 des Magazins war kürzlich zu lesen:

Weniger Burnout-Diagnosen / Vermutlich erkennen Ärzte in den Symptomen häufiger eine Depression

Wenn das so stimmt, dann ist das nur zu begrüßen, denn der Ausdruck “Burnout” ist äußerst unscharf und allenfalls eine Zusatzdiagnose.

Schon 2012 hat die Deutsche Gesellschaft für Psychiatrie, Psychotherapie und Nervenheilkunde (DGPPN) zu diesem Thema ein Positionspapier veröffentlicht. Zum Anlass für das Dokument schreiben die Autoren:

Die DGPPN sieht jedoch gleichzeitig in der jetzigen Burnout-Diskussion erhebliche Verwirrungen und potenzielle Fehlentwicklungen. Die Spannweite der Diskussion reicht von der völligen Negierung der Relevanz des Burnouts als psychische Erkrankung bis hin zur Warnung vor einer tickenden, bisher übersehenen Zeitbombe. So bedürfen nicht zuletzt folgende weitverbreitete Sichtweisen einer fachlichen Kommentierung.

Das Positionspapier ist trotz wissenschaftlicher Sprache auch für Laien gut zu lesen. Sie können es hier als pdf-Datei herunterladen.

Hingewiesen wurde ich auf das Paper in einem Seminar der VBG durch die Referentin Maria Köhne. Vielen Dank dafür!

Pressekonferenz zum Depressionsatlas der TK

Heute wurde in Berlin der Depressionsatlas der TK vorgestellt. Hier die Pressekonferenz dazu:

Die Pressemappe zum Depressionsatlas mit weiterführenden schriftlichen Informationen und den Atlas selbst können Sie auf der entsprechenden Seite herunterladen.

Psychisch Krank im Job – Was tun?

Eine psychische Erkrankung ist leider immer noch ein Tabuthema in weiten Teilen der Gesellschaft. Während der Satz “Isch hab Rücken” schon zu den Elementen kabarettistischen Einlagen gehört, kann man mit dem Satz “Ich bin depressiv” kaum reüssieren. Martina Gauder hat in Ihrem Artikel “Wie sag ich’s dem Chef” einen besonders heiklen Aspekt des Themas aufgegriffen: Wie soll man mit psychischen Erkrankungen im Betrieb umgehen?

Bevor man allzu offen sein Herz auf der Zunge trägt, möge man die arbeitsrechtlichen Aspekte der Offenlegung der Erkrankung vor dem Arbeitgeber bedenken. Wie die Prognose der Heilungschancen aussieht, ist dabei nicht unerheblich.

Gute Hinweise gibt auch der Ratgeber “Psychisch krank im Job. Was tun?”, der vom Dachverband der BKK herausgegeben wurde. Sie können ihn kostenlos beim Psychiatrienetz als pdf-Datei herunterladen.

Psychisch Krank, was nun

Rollator – Training für Senioren?

In dem Viertel von Ravensburg, in dem ich lebe, bestimmen besonders Senioren das Stadtbild. Das liegt nicht zuletzt an den zwei großen Altenheimen, die es dort gibt. Und so kommt es, dass man vor Wohnhäusern und vor dem zentralen Cafés oft Rollatoren sehen kann, die ordentlich in Reih und Glied geparkt werden.

Nun gibt es keinen Zweifel, dass diese Gehhilfen wichtig für die Mobilität der alten Leute sind. Andererseits scheint der Umgang mit den Gehwägen, wie sie auch heißen, für die betagten Menschen nicht so einfach zu sein, wie wir Jüngeren uns das vielleicht vorstellen.

Ein Rollator dient nicht nur als Gehhilfe, sondern auch als mobile Sitzgelegenheit oder als Einkaufswagen. Dass dabei allerhand passieren kann, liegt auf der Hand. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden mittlerweile Trainings in der Bedienung von Rollatoren angeboten, wie Michael Kammler berichtet. In seinem Beitrag “Rollator-Training garantiert mehr Sicherheit für Senioren” beschreibt er, was die Inhalte eines solchen Trainings sein können. Es geht sowohl um Technik (Bereifung!) als auch die Verwendung des Geräts in öffentlichen Verkehrsmitteln oder um den Gebrauch bei besonderen Witterungsverhältnissen.

Ich halte dieses Training für eine sinnvolle Sache, denn ein Sturz kann für alte Menschen fatale Folgen haben.

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„Modern Rollator“ von Hansimglueck70 – Officiële Topro site Benelux.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

 

 

EU-OSHA: Vom Umgang mit psychosozialen Risiken

Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck, der Hype um die psychischen Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz hat sich etwas gelegt. Die mediale Karawane ist vielleicht weiter gezogen, die Probleme bleiben jedoch bestehen.

Aus diesem Grund hat die European Agency for Safety and Health at Work einen “practical e-Guide to managing psychosocial risks” veröffentlicht.

Auf interaktive Weise erwerben Sie wichtige Kenntnisse zum Thema, wie

  • einfache Erklärungen der Begriffe von Stress bei der Arbeit und damit verbundenen psychosozialen Risiken
  • mögliche Effekte auf Unternehmen und ihre Mitarbeiter
  • praktische Beispiele, wie man den psychosozialen Risiken begegnet und wie man damit umgeht
  • Verweise auf die nationale Gesetzgebung und
  • Verweise auf weitere Quellen und praktische Werkzeuge

Sie können die Anleitung sowohl online betrachten als auch für die asynchrone Bearbeitung auf dem Rechner herunterladen in nahezu allen Sprachen der Europäischen Union und für alle Plattformen.