Was tun bei psychisch belastenden Extremsituationen?

Kürzlich erzählte mir eine Sicherheitsfachkraft von einem sehr schweren Unfall eines Mitarbeiters. Drei Kollegen des Verunfallten waren als Ersthelfer vor Ort, um das zu tun, was ein Ersthelfer eben tut, nämlich erste Hilfe zu leisten. Allerdings waren die Folgen für die Kollegen erheblich, denn sie waren nach dem Ereignis allesamt traumatisiert mitsamt der entsprechenden Symptomatik. Sie mussten in eine langwierige Therapie. Gott sei Dank war die Reha erfolgreich, so weit man das absehen kann.

Für mich ein Anlass, ein wenig zum Thema zu recherchieren. Hier ist das, was ich zum Thema  “psychische belastende Extremsituationen” gefunden habe:

  • Unfallkasse Berlin:
    Notfallmanagement nachpsychisch belastenden Extremsituationen am Arbeitsplatz (pdf)
  • Unfallkasse Post und Telekom:
    Betreuung von Mitarbeitern nach traumatisierenden Ereignissen,
    Informationen für Vorgesetzte (pdf) und Mitarbeiter (pdf)
  • INQA:
    Herausforderung berufsbedingte Traumatisierung (pdf)

Wenn Sie noch tiefer in die Materie eindringen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Mediensammlung zum Thema Psychotrauma von der DGUV (pdf). Dort finden Sie eine große Anzahl von weiterführenden Links, die Sie im Dokument direkt anklicken können.

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Beruf neben der Pflege, Pflege neben dem Beruf?

Ich bin Jahrgang 1959. So viel ich weiß, ist meine Generation die erste in der Geschichte der Bundesrepublik, die sich in einer Sandwich-Position befindet. Kaum sind die Kinder aus dem Haus, muss man sich um die Eltern kümmern. Manchmal überschneidet sich das sogar. Das bringt Belastungen und Beanspruchungen mit sich, die oft nur schwer zu stemmen sind.

Dieses Thema ist vor dem Hintergrund der psychischen Belastung und des demographischen Wandels auch für unsere Unternehmen von Bedeutung. Dennoch schaue ich oft in große Augen, wenn ich die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege in den Betrieben anspreche. Dies ist beileibe keine Ignoranz, sondern oft haben die Führungskräfte dieses Thema gar nicht “auf dem Schirm”.

Ingrid Dickes verweist in ihrem Beitrag “Vereinbarkeit von Beruf und Pflege” auf entsprechende Zahlen des statistischen Bundesamtes und auf diverse andere Quellen hin:

  • Broschüre der berufundfamilie gGmbH:
    Eltern pflegen – So können Arbeitgeber Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen unterstützen – Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik
  • Selbsttest für Arbeitgeber (pdf)
  • Stufenplan Beruf und Pflege

Ich selbst möchte hier auch auf die Broschüre “Vereinbarkeit von Pflege und Beruf” (pdf) hinweisen, ein Projekt im Rahmen der Initiative “Regionen Stärken Frauen”.
Offensichtlich pflegen Männer eher weniger.

Broschüre: Pflege und Beruf

 

 

 

 

 

 

 

 

Workshop zur organisationalen Resilienz

Immer wieder fällt in Diskussionen, die psychische Belastungen zum Thema haben, der Ausdruck “Resilienz”. Laut Wikipedia versteht man unter Resilienz

die Fähigkeit eines Systems, mit Veränderungen umgehen zu können. Systeme müssen nämlich von innen oder außen kommende Störungen ihres Zustandes ausgleichen oder unter Aufrechterhaltung ihrer Systemintegrität ertragen.

Ach Organisationen sind Systeme und so scheint es folgerichtig, dass Resilienz auch in diesem Kontext betrachtet wird. Zu diesem Zweck trafen sich im Februar Fachleute aus Theorie und Praxis zu einem Workshop “Organisationale Resilienz – Nutzen für den Arbeitsschutz”.

Auf der Website der BAuA finden Sie einige Ergebnisse der Tagung zum freien Download. Der Vortrag von Eberhard Guntrum “Resilienz – Alter Wein in neuen Schläuchen?” fehlt leider in der Sammlung. Er hätte mich besonders interessiert. Schade.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in der Praxis: Was die Beteiligten sagen (Teil 4)

Hier der letzte Teil der Gespräche, die ich nach dem Projekt zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei der evangelischen Stiftung in Ummeln geführt habe.

Gesprächspartner sind Dietmar Kraul und Oliver Frank, beide Fachberater der Stiftung. Sie haben das Projekt als interne Organisationsentwickler begleitet.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in der Praxis: Was die Beteiligten sagen (Teil 3)

Hier die Fortsetzung der Gespräche, die ich nach dem Projekt zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei der evangelischen Stiftung in Ummeln geführt habe.

Diesmal mit Frank Plaßmeyer, Vorstand der Einrichtung.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Erkenntnisse zum Thema Multitasking

Eile mit Weile

lautet ein altbekanntes Sprichwort. An dieser Aussage scheint wohl was dran zu sein, denn Sie finden es in verschiedenen Abwandlungen in allen Kulturen der Welt.

Dennoch hält sich hartnäckig das Gerücht, man könne viele Dinge parallel, quasi gleichzeitig erledigen. “Multitasking” heißt das Zauberwort. Welchen Einfluss das simultane Arbeiten auf die Fehlerhäufigkeit hat, haben Forscher der BAuA in einer Studie untersucht. Die Ergebnisse finden Sie auf der Website der BAuA: Multitasking und Auswirkungen auf die Fehlerverarbeitung (pdf).

Untersucht wurden (Zitat):

  • ob multitaskingbedingte Reaktionsveränderungen durch Indikatoren der bioelektrischen Hirnaktivität zu objektivieren sind?
  • ob während der PC-Arbeit eine effiziente Fehlerdetektion und -verarbeitung gewährleistet werden kann, wenn zugleich Inhalte gesprochener Sprache zu verarbeiten sind?

Multitasking

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in der Praxis: Was die Beteiligten sagen (Teil 2)

Hier die Fortsetzung der Gespräche, die ich nach dem Projekt zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei der evangelischen Stiftung in Ummeln geführt habe.

Diesmal mit Matthias Kuschel, Mitarbeiter, Teamleiter und Mitarbeitervertreter in der Einrichtung.

Viel Spaß beim Zuhören.

 

Warum Frauen in der Regel länger als Männer leben (Achtung, Ironie!)

Die Macher des Weblogs haben unter dem Titel “20 Reasons Why Women Live Longer Than Men” Fotos zusammengetragen, bei denen man nicht weiß, ob man lachen oder weinen soll.

Mann kann nur hoffen, dass diese Manöver für alle Beteiligten gut ausgegangen sind. Dann hätten sie wenigstens die Chance gehabt, aus ihren Dummheiten zu lernen.

Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastung in der Praxis: Was die Beteiligten sagen (Teil 1)

Letztes Jahr hatte ich die schöne Aufgabe, ein Projekt zur Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen bei der evangelischen Stiftung in Ummeln zu begleiten.
Drei Wohneinheiten wurden als Pilotbereiche für die Gefährdungsbeurteilungen ausgewählt, um so Erfahrungen für die Anwendung auf die gesamte Einrichtung zu erhalten.

Nach Abschluss des Projekts habe ich mich noch einmal mit einigen Beteiligten unterhalten und sie nach ihrer Sicht der Dinge befragt:

  • die zuständige Sicherheitsfachkraft
  • einen Mitarbeiter, zugleich Teamleiter und Mitarbeitervertreter
  • den kaufmännischen Vorstand
  • Fachberater, die als interne Organisationsberater beteiligt waren

Ich werde auf einer eigenen Seite darüber berichten, wie dieses Projekt “Gefährdungsbeurteilung psychischer Belastungen” geplant und durchgeführt wurde.

Hören Sie im ersten Teil das Gespräch mit der Sicherheitsfachkraft der
Ev. Stiftung Ummeln, Herrn Rainer Tönsmann.