Rollator – Training für Senioren?

In dem Viertel von Ravensburg, in dem ich lebe, bestimmen besonders Senioren das Stadtbild. Das liegt nicht zuletzt an den zwei großen Altenheimen, die es dort gibt. Und so kommt es, dass man vor Wohnhäusern und vor dem zentralen Cafés oft Rollatoren sehen kann, die ordentlich in Reih und Glied geparkt werden.

Nun gibt es keinen Zweifel, dass diese Gehhilfen wichtig für die Mobilität der alten Leute sind. Andererseits scheint der Umgang mit den Gehwägen, wie sie auch heißen, für die betagten Menschen nicht so einfach zu sein, wie wir Jüngeren uns das vielleicht vorstellen.

Ein Rollator dient nicht nur als Gehhilfe, sondern auch als mobile Sitzgelegenheit oder als Einkaufswagen. Dass dabei allerhand passieren kann, liegt auf der Hand. Um die Sicherheit zu erhöhen, werden mittlerweile Trainings in der Bedienung von Rollatoren angeboten, wie Michael Kammler berichtet. In seinem Beitrag “Rollator-Training garantiert mehr Sicherheit für Senioren” beschreibt er, was die Inhalte eines solchen Trainings sein können. Es geht sowohl um Technik (Bereifung!) als auch die Verwendung des Geräts in öffentlichen Verkehrsmitteln oder um den Gebrauch bei besonderen Witterungsverhältnissen.

Ich halte dieses Training für eine sinnvolle Sache, denn ein Sturz kann für alte Menschen fatale Folgen haben.

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„Modern Rollator“ von Hansimglueck70 – Officiële Topro site Benelux.
Lizenziert unter CC BY-SA 3.0 über Wikimedia Commons

 

 

Mitteilen/Lesezeichen

EU-OSHA: Vom Umgang mit psychosozialen Risiken

Vielleicht täusche ich mich, aber ich habe den Eindruck, der Hype um die psychischen Belastungen und Beanspruchungen am Arbeitsplatz hat sich etwas gelegt. Die mediale Karawane ist vielleicht weiter gezogen, die Probleme bleiben jedoch bestehen.

Aus diesem Grund hat die European Agency for Safety and Health at Work einen “practical e-Guide to managing psychosocial risks” veröffentlicht.

Auf interaktive Weise erwerben Sie wichtige Kenntnisse zum Thema, wie

  • einfache Erklärungen der Begriffe von Stress bei der Arbeit und damit verbundenen psychosozialen Risiken
  • mögliche Effekte auf Unternehmen und ihre Mitarbeiter
  • praktische Beispiele, wie man den psychosozialen Risiken begegnet und wie man damit umgeht
  • Verweise auf die nationale Gesetzgebung und
  • Verweise auf weitere Quellen und praktische Werkzeuge

Sie können die Anleitung sowohl online betrachten als auch für die asynchrone Bearbeitung auf dem Rechner herunterladen in nahezu allen Sprachen der Europäischen Union und für alle Plattformen.

Merkblatt zur Ergonomie von Büroarbeitsplätzen

Zum Thema Ergonomie von Büroarbeitsplätzen habe ich in diesem Blog schon einiges geschrieben. Ein Leser hat mich auf einen Beitrag auf der Website der Firma Cyberport hingewiesen, auf der wesentliche Stichpunkte zum Thema noch einmal zusammengefasst sind. Sie können den Artikel auch als pdf-Datei herunterladen.

Danke für die Ergänzung.

 

Der Risiko-Testkoffer der Schlaganfall-Hilfe für unterwegs

Vielleicht ist das für den einen oder anderen Betriebsarzt, der hier mitliest, interessant: Das Screening-Angebot der deutschen Schlaganfall-Hilfe vor Ort.

Die Stiftung Deutsche Schlaganfall-Hilfe bietet ein Risikoscreening vor Ort an. Der Risiko-Testkoffer ist auf Messen oder Veranstaltungen ebenso einsetzbar wie im Rahmen des betrieblichen Gesundheitsmanagements. Begleitet werden die Einsätze durch einen beauftragten Gesundheitsberater oder Arzt.

15 Minuten dauert das Screening pro Person. Dabei werden vor Ort Blutdruck, Blutzucker und Cholesterin gemessen sowie eine kurze Anamnese erhoben. Aus den Daten erstellt das Programm ein individuelles Risikoprofil und einen umfangreichen Präventionsbericht. Das Gespräch mit dem Arzt oder Gesundheitsberater ergänzt das Angebot. Den Bericht mit allen Werten erhalten die Getesteten für den nächsten Besuch beim Hausarzt.

Der Risiko-Testkoffer der Stiftung wurde in diesem Jahr technisch und inhaltlich komplett überarbeitet. Berücksichtigt wurden dabei alle Erfordernisse des Datenschutzes. Zudem haben die Präventionsexperten der Stiftung die Datenbasis der Risiko-Software aktualisiert und um neue wissenschaftliche Erkenntnisse ergänzt.

In der Durchführung der Screening-Aktionen wird die Deutsche Schlaganfall-Hilfe durch die Kölner Aktiv Lifestyle Concept GmbH unterstützt. Das Screening-Angebot kann auch in Kombination mit Vorträgen zu Präventionsthemen gebucht werden.

Risiko-Testkoffer

Machen sich gemeinsam für Prävention stark: Dr. Bettina Begerow, Präventionsexpertin der Deutschen Schlaganfall-Hilfe, und Gesundheitsberater Klaus Clasing von der Aktiv Lifestyle Concept GmbH.

Kontakt und nähere Informationen: Dr. Bettina Begerow, Tel. 05241-977064, E-Mail: bettina.begerow@schlaganfall-hilfe.de.

BTW: Ich habe einmal einen Betriebsarzt gefragt, ob derlei Untersuchungen wirklich zu den Aufgaben des Arbeitgebers gehören. Anlass war der Vortrag eines Personalchefs, der ganz stolz davon erzählte, dass in seinem Betrieb Darmkrebs-Früherkennung angeboten würde. Seine Antwort war Nein, allerdings wies er darauf hin, dass man in den Betrieben viele Menschen “zusammenhabe”, was die Prävention erleichtere. Es hat also nichts mit Arbeitsschutz zu tun, aber sein Argument hat mir eingeleuchtet.

Vom richtigen Sitzen

Mittlerweile gibt es Experten, die bezeichnen das Sitzen als “das Tabakrauchen” unserer Zeit. Tatsächlich werden unsere Bürotätigkeiten oft im Sitzen ausgeführt und dass Besprechungen oft auch als “Sitzungen” bezeichnet werden, hat sicher auch seine Gründe.

Sitzen führt oft dazu, dass wir uns zu wenig bewegen, was u. U. Herz-Kreislauferkrankungen nach sich ziehen kann, aber auch das Sitzen selbst kann zu Problemen führen. Welche Beschwerden auftreten können, warum das so ist und wie wir ihnen vorbeugen können zeigt eine Infografik: Don’t Just Sit There.

Hier wird Ihnen kurz und knapp aufgezeigt, welche Fehlhaltungen beim Sitzen auftreten können, welche Folgen das haben kann. Sie erfahren, wie Sie richtig sitzen und welchen Übungen Sie machen können, um sich zu dehnen und die entsprechenden Muskeln zu trainieren.

Richtig_Sitzen

Wie Sie im Büro mit Panikattacken umgehen können

Panikattacken sind ein Phänomen, das in den letzten Jahren immer häufiger zu beobachten ist. So eine Attacke kommt urplötzlich ohne äußeren Anlass und ist mit starken körperlichen Angstsymptomen verbunden. Sie werden von den Betroffenen als äußerst bedrohlich wahrgenommen. Auf Dauer können sie zu einer erheblichen Einschränkung der Lebensqualität führen.

Panikattacken können tatsächlich aus heiterem Himmel an allen Orten eintreten, so auch am Arbeitsplatz. Wie man damit umgehen kann hat Meredith Feinman in Ihrem Artikel “I suffer from panic attacks, but won’t let them destroy my life or work” beschrieben. Ihre Tipps:

  • Offener Umgang mit dem Problem
  • Etwas essen
  • Die Auslöser kennen
  • Die Attacke ist nicht so sichtbar, wie man denkt
  • Sich helfen lassen

Ich denke, der letzte Tipp ist der wertvollste. Oft meinen die Betroffenen, sie stünden mit ihren Angststörungen allein da auf der Welt. Dem ist nicht so. Ärzte und Therapeuten kennen das Problem und können helfen. Allerdings muss man über seinen Schatten springen und die Hilfe auch in Anspruch nehmen.

[via Lifehacker]

 

Brauchen wir eine Anti-Stress-Verordnung?

Heute Abend zitierte Spiegel online unsere Kanzlerin mit den Worten

Ich stehe einer Anti-Stress-Verordnung sehr kritisch gegenüber.

Diese Äußerung fiel in einem Video-Interview mit dem Verband deutscher Unternehmerinnen.

Wen dem so ist, dann haben wir beide etwas gemeinsam. ;-)
Auch ich halte von einem zusätzlichen Gesetz nicht besonders viel. Allerdings sind unsere Gründe dafür unterschiedlich.

In den letzten Jahren meine ich zu beobachten, dass der Ruf nach neuen Gesetzen sofort erschallt, wenn in der Öffentlichkeit eine neue Sau durchs Dorf getrieben Missstand diskutiert wird. Das trifft nicht nur auf die Arbeitssicherheit zu, sondern auf nahezu alle Gebiete des öffentlichen Lebens. Ein Gesetz ist schnell geschrieben und kostet nicht allzu viel.

Wohlgemerkt, wir reden von der Verabschiedung eines Gesetzes, nicht von seiner Umsetzung. Da wird das ganze schon etwas teurer.

Denn der Engpass liegt m. E. nicht in der Menge von Gesetzen, Verordnungen oder Vorschriften, sondern in der Kontrolle derselben. Papier ist geduldig, Vertrauen gut, Kontrolle aber besser.

Und genau daran hapert es. Ich meine, bevor man neue Gesetze auf den Markt wirft, sollte man eher dafür sorgen, dass die bereits bestehenden umgesetzt werden.

Ich weiß, ein neues Gesetz ist billiger…

 

Mitmachen im ZDF: Muss man Stress verbieten?

Momentan sitze ich staunend vor dem Bildschirm und schaue zu, wie momentan medial die Wogen hoch kochen. Auslöser war wohl ein Weckruf der gesetzlichen Krankenkassen zu den steigenden Zahlen psychischer Erkrankungen in Deutschland. Und ja, auch der Stress am Arbeitsplatz wurde von den Vertretern der Kassen genannt. Dazu später mehr, wenn sich der Pulverdampf etwas verzogen hat.

Am Mittwoch, den 10. September gibt es bei ZDF info in der Reihe “ZDF log in” eine Live-Sendung mit dem Titel “Muss man den Stress verbieten?” Hier der Trailer zur Sendung:

Das Interessante an dem Sendeformat ZDF log in zeigt die Beschreibung:

Bei log in geht es um eure Meinung! Vor und während der Live-Sendung sammelt die log in-Redaktion eure Fragen, Meinungen und Kommentare: hier im Blog, bei Google+, Facebookund bei Twitter mit dem Hashtag #ZDFlogin. Ausserdem könnt ihr imLive-Chat mitmischen.

Also nichts wie ran an den Bildschirm und mitgemacht. Ich bin gespannt!