Wie Sie Ihr Büro planen

Heute bin ich bei der Recherche über einen Artikel von Elaine Viebrock gestolpert, in dem Sie Hinweise gibt, welche Vorüberlegungen wir bei der Planung von Büroräumen anstellen sollten: Was jeder bei der Planung eines Büros bedenken sollte. Die Kernaussagen des Beitrags finden Sie auch in einer hübsch gemachten Infografik.

Büro-Hölle

 

 

 

 

 

 

 

 

Wenn Sie weitergehende Hilfe bei der Planung Ihres Büros benötigen, empfehle ich Ihnen die BGI 5050 (pdf). Ebenfalls von der Verwaltungs-BG stammt auch ein interaktives Programm zur Planung von Büroräumen. Hier können Sie ein mit den verschiedenen Möglichkeiten herumspielen.

 

Mitteilen/Lesezeichen

Arbeiten, wenn andere frei haben

Wir alle freuen uns, wenn wir mit der Familie und/oder Freunden unsere freien Tage genießen können. Wir genießen die Zeit im Kino, beim Konzert oder in einem schönen Restaurant.

Nun gibt es eine Vielzahl von Berufen, deren Grundlage gerade die Freizeit der Anderen ist. Menschen im Gastgewerbe, in den Themenparks oder in anderen Bereichen der Freizeitindustrie haben Ihre Stoßzeiten dann, wenn andere frei haben. Aber auch andere Berufe sind von Wochenendarbeit u. ä. betroffen: Mitarbeiter in sozialen Berufen, im Gesundheitsbereich oder im Verkehrswesen, um nur ein paar zu benennen.

Ein Factsheet der BAuA beleuchtet die Besonderen Arbeitsverhältnisse dieser Menschen: Arbeiten, wenn Andere frei haben.

Grundlage für das Factsheet war eine Befragung von Betroffenen zur Wochenendarbeit. Dabei zeigte sich, dass “Wochenendarbeitende körperlich und emotional stärker erschöpft sowie in der Gestaltung ihres Privatlebens eingeschränkter sind als Nicht-Wochenendarbeitende“.

Wie immer bei diesen Factsheets finden Sie die wesentlichen Informationen in einer kompakten Übersicht zusammengefasst auf einem einzelnen Blatt. Sie können das Factsheet als pdf-Datei hier kostenlos herunterladen.

Stand der Dinge: Psychische Belastungen in Deutschland

In diesen Tagen lassen wir uns gerne als der Musterschüler Europas feiern. Erfolge, wohin das Auge blickt, sei es die Arbeitslosigkeit oder der Export, von König Fußball ganz zu schweigen.

Auch auf die Gefahr hin, jetzt als Miesepeter dazustehen: Nein, wir sind nicht überall die besten. Zum Beispiel im Umgang mit psychischen Belastungen am Arbeitsplatz. Dazu hat Jana Hauschild einen Artikel verfasst: Deutsche Unternehmen schützen Mitarbeiter schlecht vor Stress.
Sie zieht in dem Beitrag einen innereuropäischen Vergleich und stellt fest “Andere EU-Länder sind konsequenter“.
Ehrlich gesagt, ich würde die vorgestellten Beispiele aus anderen Ländern nicht für bare Münze nehmen. Dazu scheint mir die Faktenlage zu schlecht recherchiert. Um nähere Details über die rechtliche Lage in den einzelnen EU-Mitgliedsstaaten zu erfahren, sollten wir vielleicht die Websites der entsprechenden nationalen Einrichtungen besuchen.

Hier finden Sie weitere Beiträge zum Thema

BTW: Jana Hauschild schreibt in der Einführung zu ihrem Artikel:

Unternehmen, die ihre Mitarbeiter nicht ausreichend schützen, werden laut Arbeitsschutzgesetz bestraft.

Aha, ich wäre für eine nähere Ausführung dankbar. ;-)

Kopfschmerzen am Arbeitsplatz: Eine unterschätzte Gefahr (Gastbeitrag)

Wie die Leserinnen und Leser wissen, ist dieses Blog in erster Linie der Verhältnisprävention gewidmet. Aber auch in der Verhaltensprävention gibt es spannende Themen.
Jeannette Stowasser verdanke ich den folgenden Gastbeitrag:

Stress hat viele Gesichter. Wenn Anspannung zum Dauerthema wird, reagiert der Körper mit Bluthochdruck, Depressionen, Magenschmerzen und Kopfweh, um nur einige Stresskrankheiten zu nennen. Vor allem Kopfschmerz gehört zu den häufigsten Volkskrankheiten, denn 57 Millionen Deutsche leiden mittlerweile daran. Trotzdem wird diese Krankheit immer noch als Bagatelle abgetan. Die Folgen für die Wirtschaft sind enorm.

Die Weltgesundheitsorganisation interessierte sich dafür, wie viel Geld der europäischen Wirtschaft verloren geht, weil Arbeitnehmer wegen starker Kopfschmerzen zu Hause bleiben müssen. Die Untersuchung aus dem Jahr 2011 ergab, dass 190 Millionen Fehltage auf das Konto von Kopfschmerzen gehen, was einem Verlust von 155 Milliarden Euro entspricht. Dazu kommen all die Arbeitnehmer, die mit pochendem Kopf im Büro bleiben und nur zu geringer  Arbeitsleistung imstande sind. Der „Kopfschmerz-Atlas“ der WHO beklagt, dass nur sehr wenige Betroffene behandelt werden und fordert eine Verbesserung der Gesundheitsfürsorge. Doch nicht nur die Länder stehen in der Pflicht, die Gesundheitsleistungen zu verbessern, denn auch Unternehmen und Arbeitnehmer können aktiv werden. Schließlich sind sie diejenigen, die durch Präventionsprogramme oder Eigeninitiative Stress verringern und Kopfschmerzen vorbeugen können.

Warum Stress zu Kopfschmerzen führt

Wie Kopfschmerzen entstehen, ist Forschern bislang ein Rätsel. Doch die Theorie, die von den meisten Experten vertreten wird, sieht Stress als den  häufigsten Auslöser an. Wenn Stresshormone für angespannte Muskeln sorgen, entstehen Schmerzimpulse, die das Schmerzsystem des Körpers schließlich überfordern. Diese Schmerzimpulse äußern sich in Form von Spannungskopfschmerzen, die über Stunden andauern können.

Weil regelmäßige Entspannung sehr wichtig ist, um Kopfschmerzen vorzubeugen, werden Neurologen nicht müde, ihre Patienten auf die dringend notwendigen Erholungsphasen hinzuweisen. Doch die meisten Patienten gehen nicht zum Arzt und wissen daher nicht, dass Entspannung das A und O in der Kopfschmerztherapie ist.

Entspannung als akute und vorbeugende Maßnahme in der Kopfschmerztherapie

Neurologen empfehlen Patienten, die nur schwer abschalten können, eine Entspannungstechnik zu erlernen. Die progressive Muskelentspannung nach Jacobsen hat sich in der Kopfschmerztherapie bereits bewährt. Nacheinander spannt der Patient sämtliche Muskelpartien an, um sie dann bewusst loszulassen. So lässt sich Stress vorbeugen, aber auch akutes Leid lindern.

Eine weitere Möglichkeit, sich besser zu entspannen, bietet MBSR. Bei der sogenannten „Stressbewältigung durch Achtsamkeit“ geht es darum, Anspannung nicht gezielt auszuschalten, sondern anzunehmen. Dieser Ansatz eignet sich vor allem für diejenigen, die neuen Stress erzeugen, wenn sie ihre Anspannung krampfhaft loswerden wollen. Patienten lernen durch MBSR, stiller Beobachter ihrer Gedanken und Gefühle zu sein und dadurch Abstand vom Schmerz zu gewinnen. Emotionales Leid, das aus Gedanken wie „Jetzt geht das schon wieder los!“ oder „Ich will den Schmerz nicht fühlen!“ entsteht, wird gelindert. Können Patienten den Widerstand loslassen und die Schmerzen annehmen, wird der Schmerz erträglicher. Studien mit chronischen Kopfschmerzpatienten haben ergeben, dass sich die Lebensqualität auf diese Weise verbessert.

Die WHO erklärte Stress zu eine der größten Gesundheitsgefahren des 21. Jahrhunderts. Deshalb wird es Zeit, umzudenken: Regierungen, Unternehmen und Arbeitnehmer sind aufgefordert, gegenzusteuern. Zu wissen, welche Krankheiten Stress auslösen kann und wie wichtig Entspannung in der Therapie ist, ist ein Schritt in diese Richtung. Kopfschmerz ist als zweithäufigste Schmerzerkrankung ein Beispiel, an dem sich die Folgen von Stress und Entspannung gut zeigen lassen. Doch natürlich muss eine Behandlung an mehreren Stellen ansetzen. Stressprävention kann nur ein Teil der Therapie sein – neben anderen effektiven Verfahren.

Über die Autorin:

Jeannette Stowasser ist Online-Redakteurin und hat im jameda-Ratgeber „Kopfschmerzen ganzheitlich behandeln“ nützliche Expertentipps zusammengefasst, die Patienten helfen, eine maßgeschneiderte Kopfschmerztherapie für sich zusammenzustellen. Entspannungstechniken sind ein Element, das neben Schmerzmitteln, Heilpflanzen, Wärmeanwendungen und Bewegung zu den wichtigsten Verfahren gegen Kopfschmerzen zählt.

Lernprogramm zur Ergonomie

Kürzlich bat mich ein befreundeter Unternehmer um ein paar Tipps zur ergonomischen Gestaltung von Bildschirmarbeitsplätzen. Nun muss ich gestehen, dass Ergonomie nicht zu meinen Schwerpunkten gesteht. Aus diesem Grund habe ich etwas im Internet recherchiert und bin auf einen wirklich interessante Website gestoßen.

Die DGUV hat eine Lerneinheit für berufsbildende Schulen entwickelt: Stichwort Ergonomie. Sie finden dort alles Wissenswerte zum Thema wie Lernziele, getrennt nach Fach- und Methodenkompetenz, Lehrmaterialien, Hinweise für Lehrer, sowie eine Mediensammlung.

Die Website ist nicht nur für die Schule nützlich, sondern jeder Interessierte findet hier Informationen zur Gestaltung von Büroarbeitsplätzen in Hülle und Fülle. Die umfangreiche Linksammlung macht sie darüber hinaus zur idealen Startseite für weitergehende Recherchen.

 

Handlungsempfehlungen: Länger leben – länger arbeiten

Die Informationen über den demographischen Wandel und den angebliche einhergehenden Mangel junger Fachkräfte sind höchst widersprüchlich. Der demographische Wandel ist unbestritten, doch die Meinungen über die damit verbundenen Konsequenzen gehen weit auseinander und spiegeln eher die ideologische Verortung der Diskussionsteilnehmer wider.

Tatsache ist, dass unsere verantwortlichen Politiker grundsätzlich die längere Lebensarbeitszeit befürworten, die Umsetzung im Alltag aber irgendwie von den Betreiben geleistet werden soll. Viele besonders kleinere Unternehmen sind folgerichtig auch  etwas ratlos und warten erst einmal ab. Ob das der richtige Weg ist, scheint mir eher zweifelhaft.

Karin Haist, Birte Petersen und Lisa Veyhl haben im Auftrag der Körber – Stiftung eine Broschüre mit Handlungsempfehlungen für Unternehmen erarbeitet. “Länger leben – länger arbeiten” heißt sie und kann als pdf-Datei kostenlos heruntergeladen werden.

Sie finden in der Broschüre tatsächlich eine Reihe Tipps, die auch von mir als Demografie-Lotsen hätten stammen können. ;-)
Es gibt auch eine Reihe von Praxisbeispielen und, was das Schöne ist, nicht nur von den üblichen Großkonzernen, sondern auch von den kleinen und mittleren Betrieben.

Die Körber – Stiftung hat auch eine einschlägige Website zur Thema “Demographischer Wandel”: “Alter neu erfinden” ist ihr Titel. Dort gibt es eine Fülle weiterführender Links für die eingehende Recherche.

[via Blog der Becker - Stiftung]

Kampagne der EU-OSHA: Gesunde Arbeitsplätze – Den Stress managen

Unlängst hat die Europäische Agentur für Sicherheit und Gesundheitsschutz am Arbeitsplatz (EU-OSHA) eine Kampagne gestartet, die über zwei Jahre laufen soll und zum Ziel hat “Tipps und Tools beim Umgang mit Stress und psychosozialen Risiken bei der Arbeit” zur Verfügung zu stellen.

Zu dem Projekt gibt es eine eigene Website, auf der Sie Materialien für die Praxis, wie diverse Publikationen und einen elektronischen Leitfaden zu psychosozialen Risiken einsehen und herunterladen können.

Auch der unvermeidliche Napo ist wieder mit von der Partie, allerdings offenbar noch nicht in Deutsch. Macht nichts, viel gesprochen wird ohnehin nicht. Hier ist er in Englisch:

 

Was tun bei psychisch belastenden Extremsituationen?

Kürzlich erzählte mir eine Sicherheitsfachkraft von einem sehr schweren Unfall eines Mitarbeiters. Drei Kollegen des Verunfallten waren als Ersthelfer vor Ort, um das zu tun, was ein Ersthelfer eben tut, nämlich erste Hilfe zu leisten. Allerdings waren die Folgen für die Kollegen erheblich, denn sie waren nach dem Ereignis allesamt traumatisiert mitsamt der entsprechenden Symptomatik. Sie mussten in eine langwierige Therapie. Gott sei Dank war die Reha erfolgreich, so weit man das absehen kann.

Für mich ein Anlass, ein wenig zum Thema zu recherchieren. Hier ist das, was ich zum Thema  “psychische belastende Extremsituationen” gefunden habe:

  • Unfallkasse Berlin:
    Notfallmanagement nachpsychisch belastenden Extremsituationen am Arbeitsplatz (pdf)
  • Unfallkasse Post und Telekom:
    Betreuung von Mitarbeitern nach traumatisierenden Ereignissen,
    Informationen für Vorgesetzte (pdf) und Mitarbeiter (pdf)
  • INQA:
    Herausforderung berufsbedingte Traumatisierung (pdf)

Wenn Sie noch tiefer in die Materie eindringen möchten, dann empfehle ich Ihnen die Mediensammlung zum Thema Psychotrauma von der DGUV (pdf). Dort finden Sie eine große Anzahl von weiterführenden Links, die Sie im Dokument direkt anklicken können.

Beruf neben der Pflege, Pflege neben dem Beruf?

Ich bin Jahrgang 1959. So viel ich weiß, ist meine Generation die erste in der Geschichte der Bundesrepublik, die sich in einer Sandwich-Position befindet. Kaum sind die Kinder aus dem Haus, muss man sich um die Eltern kümmern. Manchmal überschneidet sich das sogar. Das bringt Belastungen und Beanspruchungen mit sich, die oft nur schwer zu stemmen sind.

Dieses Thema ist vor dem Hintergrund der psychischen Belastung und des demographischen Wandels auch für unsere Unternehmen von Bedeutung. Dennoch schaue ich oft in große Augen, wenn ich die Vereinbarkeit von Arbeit und Pflege in den Betrieben anspreche. Dies ist beileibe keine Ignoranz, sondern oft haben die Führungskräfte dieses Thema gar nicht “auf dem Schirm”.

Ingrid Dickes verweist in ihrem Beitrag “Vereinbarkeit von Beruf und Pflege” auf entsprechende Zahlen des statistischen Bundesamtes und auf diverse andere Quellen hin:

  • Broschüre der berufundfamilie gGmbH:
    Eltern pflegen – So können Arbeitgeber Beschäftigte mit zu pflegenden Angehörigen unterstützen – Vorteile einer familienbewussten Personalpolitik
  • Selbsttest für Arbeitgeber (pdf)
  • Stufenplan Beruf und Pflege

Ich selbst möchte hier auch auf die Broschüre “Vereinbarkeit von Pflege und Beruf” (pdf) hinweisen, ein Projekt im Rahmen der Initiative “Regionen Stärken Frauen”.
Offensichtlich pflegen Männer eher weniger.

Broschüre: Pflege und Beruf