Psychische Belastungen in der Gefährdungsbeurteilung

Gefährdungsbeurteilung zu psychischen Belastungen ist nun Pflicht

titelt das online-Fachmagazin SIFATipp in einem Artikel, der heute erschienen ist. Ich bin mir nicht sicher, ob die schreibenden Kollegen hier irren. Denn die Analyse der psychischen Belastungen war schon immer Bestandteil einer umfassenden Gefährdungsbeurteilung, wie z. B. ein Blick in die BGI/GUV-I 8700 (pdf) zeigt (Kap. 3.10). Und da die umfassende Gefährdungsbeurteilung immer schon Pflicht war, war es auch die Beurteilung psychischer Belastungen.

In dem genannten Artikel heißt es:

Durch die Gesetzesänderung wird einerseits eine lang währende Diskussion beendet, ob psychische Belastungen überhaupt dem gesetzlich verpflichteten Arbeitsschutz zugehören, andererseits ergibt sich daraus auch die klare Anforderung, die Arbeitsbedingungen von Millionen von Arbeitnehmern zu analysieren.

Vielleicht liege ich falsch, aber genau diese Diskussion habe ich stets für überflüssig gehalten. Sei’s drum: Ich habe nichts dagegen, dass die psychischen Belastungen explizit genannt werden. Damit es dann auch die Letzten endlich begreifen.

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