Die Positionen der BDA zur psychischen Gesundheit

Die Bundesvereinigung der Deutschen Arbeitgeberverbände hat in einer kompakten Übersicht ihre Position zur psychischen Gesundheit zusammengefasst: Erfolgsfaktor Psychische Gesundheit (pdf), via blog.psybel.de. Die Kernaussagen:

  1. Unternehmen bieten Gesundheitsförderung
  2. Psychische Gesundheit ist ein wichtiger Produktivitätsfaktor
  3. Psychische Störungen haben viele  Ursachen
  4. Psychische Störungen werden häufiger diagnostiziert
  5. Arbeit stärkt psychische Gesundheit
  6. Versorgung muss verbessert werden
  7. Eigenverantwortung ist gefragt

Einige Aussagen (2) und (6), mit Einschränkungen auch (7) sind unbestritten, bei den anderen ist kritisches Hinterfragen durchaus angebracht.

Der Präsident der BDA, Dieter Hundt, vertritt diese Positionen emsig in seinen Interviews, ich habe an dies hier bereits kommentiert. Allerdings bin ich dieser Tage über eine Meldung auf finanznachrichten.de gestolpert: Stress am Arbeitsplatz: BDA will auf Gewerkschaften zugehen.  Dort heißt es:

Obwohl sie [die Arbeit] nie die alleinige Ursache sei, könne natürlich auch die Berufstätigkeit "eine Rolle bei der Entstehung psychischer Erkrankungen spielen", sagte Hundt der "Welt am Sonntag".

Genau so ist es, nichts anderes haben wir behauptet. Und inwieweit die Arbeitsbedingungen evtl. psychischen Fehlbelastungen mit sich bringen, kann man herausfinden. Durch eine umfassende Gefährdungsbeurteilung. Es wäre schön, wenn sich hier ein Gesinnungswandel andeutete. Man darf gespannt sein.

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