Arbeitsschutz bei Zertifizierungsfirmen

Götz Kluge stellt auf seinem Blog blog.psybel.de eine interessante Frage: Wie gehen Zertifizierungsgesellschaften mit ihren eigenen Mitarbeitern um? Er schreibt:

Unternehmen, die Zertifikate nach OHSAS 18001 ausstellen, müssten selbst ein vorbildliches Arbeitsschutzmanagementsystem haben.

Diese Aussage klingt logisch, scheint mir aber ein wenig weltfremd. “Walk the Talk”, nennen es die Amerikaner und gelernte DDR-Bürger werden sich noch an SED-Sprüche wie “Einheit von Wort und Tat” erinnern. Tatsächlich sieht die Realität oft anders aus. Was mussten wir nicht schon Befremdliches lesen über die Arbeitsbedingungen bei Gewerkschaften oder bei kirchlichen Einrichtungen? Alles Organisationen, die sich hohe ethische Maßstäbe auf die Fahne geschrieben haben. Oder von denen man dies zumindest annimmt…

Das Auseinanderfallen von Theorie und Praxis will ich nicht entschuldigen, aber darauf hinweisen, dass dieses Phänomen altbekannt ist. Es gibt sogar ein einschlägiges deutsches Sprichwort:

Der Schuster trägt die schlechtesten Schuhe.

Ein Gedanke zu „Arbeitsschutz bei Zertifizierungsfirmen

  1. Richtig. Der Unterschied zwischen Anspruch und Wirklichkeit liefert Bloggern und ihren Vorgängern vermutlich schon seit dem Pleistozän zuverlässig Stoff. Man wird doch wohl noch seinen Spaß damit haben dürfen 😉

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.

Bitte um Eingabe (gegen Spam) * Time limit is exhausted. Please reload the CAPTCHA.