Warum Stress dem Unternehmen schadet

Ich habe in vielen persönlichen Gesprächen nie einen Hehl daraus gemacht, dass ich nicht verstehe, warum sich immer noch viele Unternehmen regelrecht dagegen stemmen, sich mit psychischen Belastungen zu beschäftigen. Ich halte es für kurzsichtig, denn ich bin felsenfest davon überzeugt, dass der Nutzen die Kosten bei weitem übersteigt. Martin-Niels Däfler hat in einem Beitrag prägnant zusammengefasst, welche Nachteile einem Betrieb entstehen können: Stress schadet auch dem Unternehmen. Im Anreisstext zur dem Artikel heißt es:

Ein hohes Arbeitstempo und die Parallelität mehrerer Tätigkeiten verursachen Stress. Der wird mehr und mehr auch zu einem betriebswirtschaftlichen Problem.

Sie haben richtig gelesen: Däfler spricht von einem betriebswirtschaftlichen Problem. Und da liegt m. E. der Hase im Pfeffer. In den vielen Artikeln, die dieser Tage zum Thema “psychische Belastungen” geschrieben werden, lesen wir allerhand über die volkswirtschaftlichen Kosten. Man bedenkt dabei selten, dass uns das Hemd näher ist als die Jacke. Volkswirtschaft, das ist weit weg und eher eine abstrakte Größe. Interessant wird es erst, wenn es an den eigenen Geldbeutel geht. Das ist bei Unternehmen nicht anders. Wie Kosten von Arbeitsausfällen kalkuliert werden können, darauf habe ich an anderer Stelle bereits hingewiesen (Rechnet sich der Gesundheitsschutz?). Man sollte immer bedenken, der Weg aus einem Burnout dauert laut einer Faustformel mindestens genau so lang wie der Weg hinein. Da kommt schon was zusammen.

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