Trends: Psychische Arbeitsbelastungen in Deutschland

Heute bin ich bei einer Internetrecherche über einen interessanten Aufsatz von Autoren des Wirtschafts- und Sozialwissenschaftlichen Instituts der Hans Böckler Stiftung gestolpert:
Psychische Arbeitsbelastungen in Deutschland: Schwerpunkte – Trends – betriebliche Umgangsweisen.

Die Autoren zeigen in dem Beitrag auf, “welchen Stellenwert psychische Belastungen in der Arbeitswelt einnehmen, welche Belastungsschwerpunkte sich herausgebildet haben, wie die Belastungen von den Beschäftigen wahrgenommen werden und in welchem Maße sie im Arbeitskontext durch gesundheitsstabilisierende Ressourcen abgefedert werden”. Interessant fand ich das Ergebnis einer Befragung von Vertretern des Managements, warum sich der eigene Betrieb mit psychosozialen Risiken befassen sollte. Die Rangfolge der Gründe:

  1. Gesetzliche Verpflichtungen
  2. Einflussnahme der betrieblichen Interessenvertretung
  3. Druck durch die Arbeitsschutzaufsicht
  4. Sorge um das Ansehen der Firma
  5. Einbußen in Produktivität und Qualität
  6. Hoher Anteil an Fehlzeiten

Sind Sanktionen unterschiedlichster Art tatsächlich das wirkungsvollste Mittel, um Veränderungen in diesem Bereich herbeizuführen? Ich will es nicht glauben. Management im Sinne von “Gestaltung” sieht anders aus.

Der Beitrag Verweist noch auf einige andere interessante Befunde, etwa die “Bedeutsamkeit verschiedener psychosozialer Risiken im eigenen Betrieb” aus Sicht der Managementvertreter und der Arbeitnehmervertreter. Sie können ihn als pdf-Datei hier herunterladen.

lenhardt

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