Der Methodenkasten für Ihre Demographiearbeit

Während Großunternehmen schon längst ihre Maßnahmen zum demographischen Wandel durchführen oder zumindest in der Schublade haben, tun sich kleine und mittlere Unternehmen (KMU) mit dem Thema immer noch schwer. Das Bundesministerium für Arbeit und Soziales hat nun einen Projektbericht (was sonst?) veröffentlicht, in dem die Werkzeuge für die betriebliche Demographiearbeit systematisiert werden: Instrumentenkasten für eine altersgerechte Arbeitswelt in KMU.

. Die Broschüre gibt einen Überblick über Tools auf den Handlungsfeldern

  • Gesundheit und Leistungsfähigkeit
  • Kompetenz
  • Werte, Einstellung, Motivation
  • Arbeit, Arbeitsorganisation, Führung

Als Sicherheitsingenieur kann ich mich über die Publikation nur teilweise freuen.

Ab S. 73 werden auch Maßnahmen zum gesetzlichen Arbeits- und Gesundheitsschutz beschrieben. Hier werden als Instrumente aufgeführt (S. 74):

  • Schulung von Beschäftigten und Führungskräften
  • Weiterbildung von Sicherheits- und Gesundheitsbeauftragten
  • Hinweisschilder an Arbeitsplätzen

Wie man sieht, wird hier wieder einmal die Maßnahmenhierarchie auf den Kopf gestellt. Anstatt an den Gefahrenquellen zu arbeiten, zäumt man das Pferd von hinten auf. Nichts gegen Maßnahmen auf der Appellebene, aber es soll Firmen geben, wo Mitarbeiter schon totgeschult wurden. Und Hinweisschilder á la “Achtung – Burnoutgefährdete Zone” kann ich mir gar nicht vorstellen.

Ein bisschen hilflos, das Ganze.

Es wäre hilfreicher gewesen, erst einmal den Handlungskreislauf vorzustellen und dann zu beschreiben, wie einzelne Maßnahmen zu welchem Handlungsschritt passen. Übrigens: Der Handlungskreislauf passt nicht nur für den Arbeitsschutz, sondern auch für andere Felder der Organisationsentwicklung.

forschungsbericht424

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Ein Gedanke zu “Der Methodenkasten für Ihre Demographiearbeit

  1. Interessanter Beitrag! Was mir beim Thema Burnout immer wieder auffällt ist, dass weder Angestellte noch Chefs sich rechtzeitig mit dem Burnout-Syndrom auseinandersetzen. Würden sie dies tun – und zwar nicht erst wenn es zu spät ist – so könnte man gemeinsam dem Ganzen sicherlich vorbeugen.

    Freundliche Grüße,
    Günter

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