Der Umgang mit pflegenden Mitarbeiter

Wenn Sie für Unternehmen entweder allein oder mit Unterstützung eines Demographielotsen eine Altersstrukturanalyse durchführen wollen, dann empfehle ich Ihnen den DemografieKompass. Wenn Sie die Basisdaten Ihres Unternehmens eingeben, werden Sie u. U. gefragt, wie viel Mitarbeiter zuhause Angehörige pflegen. Wenn Sie das nicht wissen, dann befinden Sie sich in bester Gesellschaft. Nahezu alle von mir beratenen Unternehmen konnten dazu keine Auskunft geben.

Dennoch gehört die häusliche Pflege zu den Auswirkungen des demographischen Wandels. Die arbeitende Bevölkerung befindet zunehmend in einer Sandwichposition. Sie muss die Kinder in der Ausbildung unterstützen und sich um die alten Eltern kümmern. In früheren Epochen kannte man das so nicht, die Lebenserwartung war einfach nicht so hoch.

Häusliche Pflege führt zu einer Doppelbelastung. Annette Rösler hat dazu einen Artikel veröffentlicht: Wenn Mitarbeiter Angehörige pflegen. Sie schreibt:

In einer alternden Gesellschaft sollten auch Krankheit und Tod ein Thema sein. Die meisten Unternehmen unterschätzen aber den demografischen Wandel und damit die Folgen. Dabei profitieren Mitarbeiter wie Betriebe, wenn Pflege und Beruf vereinbar sind.

Frau Rösler hat umfangreich recherchiert und belegt ihre Aussagen mit Zahlen. Der Staat regelt viel, aber nicht alles. In dem Artikel können Sie nachlesen, welche Handlungsoptionen den Betrieben zur Verfügung stehen. Die Praxisbeispiele stammen fast ausschließlich von großen Unternehmen. Das wundert mich nicht. Wie in dem o.a. Zitat schon bemerkt wird: Die meisten Betrieben haben noch nicht einmal den demographischen Wandel zur Kenntnis genommen. Wie sollen sie sich dann um dessen Folgen kümmern?

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