Arbeitssicherheit als Werbung für das Unternehmen

Dieser Tage erschien in der online-Ausgabe der Financial Times Deutschland ein Artikel zum Thema Work-Life-Balance bei jungen Hochschulabsolventen: Anfänger wollen sich nicht mehr krumm buckeln. Darin heißt es:

Krummbuckeln für den Job, wie ihre Großväter das noch getan haben, darauf haben die Hochschulabsolventen von heute keine Lust. Ein ausgewogenes Verhältnis zwischen Arbeit und Privatleben, die sogenannte Work-Life-Balance, ist eines der wichtigsten Kriterien bei der Wahl ihres ersten Arbeitgebers.

Ich bin mir immer noch nicht sicher, ob die Geschichte von zunehmenden Fachkräftemangel zutrifft. Man hört da unterschiedliche Varianten, das Spektrum reicht von “Krieg um Talente” bis hin zu “Ammenmärchen”. Wahrscheinlich liegt die Antwort irgendwo dazwischen. Dennoch werden die Betriebe wohl stärker als bisher um den Fach- und Führungskräftenachwuchs werben müssen.

Da kann es nicht schaden, wenn man in den Erstgesprächen darauf hinweist, dass man sich aktiv um die Gesundheit der Mitarbeiter kümmert. Wohlgemerkt, auch um die psychische. Es könnte ein starkes Argument sein, wenn man erklärt, man nehme regelmäßig die Arbeitsplätze unter die Lupe, analysiere auftretende Gefährdungen und arbeite ständig daran, diese Gefährdungen zu beseitigen oder zu minimieren.

Die vollständige Gefährdungsbeurteilung als Mittel für das Employer Branding, wer hätte das gedacht? Dass Sie, nebenbei bemerkt, auch den Gesetzen Genüge leisten, ist doch prima, oder?

Man nennt das “zwei Fliegen mit einer Klappe schlagen”.

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