Interview zum Begriff “Burnout”

Mit dem Ausdruck “Burnout” wird dieser Tage in geradezu inflationärer Weise um sich geworfen. Dabei ist der Burnout allenfalls “eine Rahmen- oder Zusatzdiagnose und keine (!) Behandlungsdiagnose, die zum Beispiel die Einweisung in ein Krankenhaus ermöglichen könnte”, so in dem einschlägigen Artikel der Wikipedia.

In einem Interview mit Spiegel online erläutert Ulrich Hergerl,  Professor für Psychiatrie und Direktor der Klinik für Psychiatrie und Psychotherapie der Universität Leipzig, wie er den Begriff “Burnout” und dessen Behandlung in den Medien bewertet. "Burnout ist eine Ausweichdiagnose", so lautet der Titel des Interviews.

Ein Zitat aus dem Interview:

Wäre Burnout oder Depression eine Folge beruflicher Überforderung, dann sollten ja vor allem Personen im Hochleistungsbereich betroffen sein, Sportler zum Beispiel, und weniger Rentner, Studenten oder Arbeitslose. Aber wir beobachten eher das Gegenteil.

Naja, ich kenne da schon ein paar Personen im sportlichen Hochleistungsbereich, vielleicht sollte Prof. Hergerl vielleicht ab und zu Zeitung lesen oder Nachrichten hören. Oder den Artikel von Frank Th. Petermann lesen: Burnout im Professional-Sport (pdf).

Nachtrag (28. November)

Zum selben Thema erschien in der Badischen Zeitung ein Interview mit dem Psychiater, Chefarzt, Theologe und Bestsellerautor Manfred Lütz: "Burnout, das gibt es doch gar nicht". Na also, alles nur Einbildung.

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