Artikel: So können Arbeitgeber bei Burn-out helfen

In diesen Tagen ist bei Zeit online ein Artikel von Sabine Hockling erschienen, der sich mit Burnout beschäftigt und damit, wie Arbeitgeber der Erschöpfungsdepression vorbeugen können: So können Arbeitgeber bei Burn-out helfen.

Sie schreibt:

Zwar sollte jeder Einzelne etwas tun, um auch in stressigen Zeiten gesund zu bleiben. Dennoch sind Arbeitgeber dazu verpflichtet, Stressquellen am Arbeitsplatz zu vermeiden. Dabei hilft ihnen das Arbeitsschutzgesetz. Arbeitgeber müssen sich demnach nicht nur um das körperliche, sondern auch um das psychische Wohl ihrer Mitarbeiter kümmern.

Lassen Sie es uns etwas anders formulieren. Arbeitgeber sind “gemäß Arbeitsschutzgesetz und der Berufsgenossenschaftlichen Vorschrift BGV A1 verpflichtet, die Arbeitsbedingungen in Ihrem Unternehmen unter Arbeitssicherheitsgesichtspunkten zu beurteilen und erforderliche Schutzmaßnahmen zu ergreifen” (Quelle). Es geht um die Arbeitsbedingungen, nicht so sehr um das individuelle Wohlbefinden.

Hockling zitiert ein Ergebnis einer Studie der Hans-Böckler-Stiftung, nach der Unternehmer oft nicht wissen (Zitat),

  • wo in ihrem Unternehmen Stressquellen sind,
  • welche Abläufe für Zeitdruck sorgen,
  • wo eine Unterstützung in Form von Weiterbildung nötig wäre,
  • in welchen Abteilungen sich Frust und Lethargie breit gemacht haben und
  • welche Führungskräfte ihre Mitarbeiter durch ihr Verhalten zusätzlich belasten.

Derartiger Unkenntnis lässt sich mit einer professionell vollständig durchgeführten Gefährdungsbeurteilung begegnen. Und: Nur aufgrund dieser Gefährdungsbeurteilung kann man beurteilen, ob durchgeführte Verbesserungsmaßnahmen erfolgreich sind. Alles andere ist Kaffeesatz lesen und, wenn es dumm kommt … herausgeworfenes Geld.

Frau Hockling nennt an dieser Stelle (wieder einmal) die sattsam bekannten Rezepte:

Der Otto-Konzern beschäftigt hingegen speziell einen Gesundheitsmanager, der sich mit seinem Team um Projekte kümmert, die das Gesundheitsbewusstsein der Mitarbeiter fördern. Das Team hilft den Otto-Mitarbeitern dabei, Lösungen in persönlichen Stresssituationen zu finden. Ferner lernen sie körperliche und mentale Entspannungstechniken kennen. Und für Mitarbeiter in Krisensituationen gibt es eine hausinterne Beratungsstelle.

Das ist wieder der individuelle Ansatz, Stufe 5 der Maßnahmenhierarchie.

Aber gehen wir einmal davon aus, dass dies nur eine unter den vielen Maßnahmen ist, die auf Grundlage einer Gefährdungsbeurteilung ergriffen worden sind.

Zwinkerndes Smiley

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2 Gedanken zu “Artikel: So können Arbeitgeber bei Burn-out helfen

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