Burnout bei Studenten

Nein, das Problem ist beileibe nicht neu. Ich kann mich erinnern, dass es auch zu meiner Unizeit in den 1980ern in Darmstadt einen Assistenten gab, der unter einem Burnout zu leiden hatte. Aber die Erkrankungen waren nicht so häufig, ich weiß nicht einmal, ob der Ausdruck “Burnout” außerhalb von Fachkreisen schon benutzt wurde.

Tatsache ist, dass immer mehr Studierende an die Grenzen ihrer Leistungsfähigkeit und auch oft darüber hinaus gehen. Steigende Flexibilität (Auslandsaufenthalte, Praktika), Verunsicherung über den Arbeitsmarkt und die zunehmende Verschulung des Studiums (aka der komplett vermurkste Bolognaprozess) führen zu einer Dauerbelastung, der viele junge Menschen nicht mehr gewachsen sind.

Christoph Wörle schreibt in seinem Artikel “Total am Ende” über den Burnout bei Studenten:

Es sind oft die Ehrgeizigen, die Perfektionisten und Vielleister, die am Burnout erkranken. Menschen, die ein anspruchsvolles Fach wählen, nebenbei in der Kneipe jobben, in der vorlesungsfreien Zeit Praktika ablegen und zusätzlich einen Sprachkurs in Wirtschaftsenglisch machen.

Wie im Studium, so auch im Arbeitsleben. Wie immer halt.

Ich weiß, manchmal glaubt man es erst, wenn man knietief in der Jauche steckt. Dennoch hier ein Versuch:

Wenn schon die Zeiten härter werden, dann setzt Euch nicht noch selbst unter Druck. Denn: Gesundheit ist vielleicht nicht alles, aber ohne Gesundheit ist alles nichts.

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