So funktioniert das also mit dem Burnout

Heute habe ich in der online-Ausgabe der FAZ einen nachdenklich machenden Artikel zum Thema Burnout gelesen: Gib mir mehr. Philip Krohn beschreibt die Geschichte eines Marketingmanager in einem Dax-Unternehmen. Dieser Manager musste über Nacht, die Aufgabe eines ausgeschiedenen Kollegen zusätzlich übernehmen. Denn dessen Stelle wurde nach dem Weggang nicht wieder besetzt. Sie ahnen schon, wie es weitergeht. Der Mann stellt sich der Aufgabe in der Illusion, sie bewältigen zu können. Endstation ist ein ausgewachsener Burnout mit einem stationären Klinikaufenthalt, der in dem Beitrag anschaulich beschrieben wird.

Schließlich die Textpassage, die ich zweimal lesen musste:

Sein Chef hat entschieden: die Stelle wird nicht wieder aufgeteilt. Preuss [der Manager] zweifelt mehr denn je daran, dass man in seinem Unternehmen aus seiner Erfahrung gelernt habe.

Was soll man dazu sagen? Ich für meinen Teil bin sprachlos. Was muss eigentlich passieren, bis solche Chefs begreifen, dass die Beurteilung psychischer Gefährdungen zu ihren Pflichten gehört? Wann merken die das? Wenn der letzte Leistungsträger verheizt ist?

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