Die Börse für Jobs zum Jobausstieg: Escape the City

Offensichtlich findet in unserem Wirtschaftssystem jede Nachfrage ihr Angebot (oder umgekehrt, das ist wohl das Problem des Eis und Henne). Rob Symington und Dom Jackman haben eine Jobbörse für Vielarbeiter gegründet, die aussteigen wollen. Escape the City heißt sie. Zur Zielgruppe des Angebots gehören die üblichen verdächtigen Arbeitssüchtigen, wie Banker, Anwälte, Wirtschaftsprüfer und Unternehmensberater. Viele sind schlicht und einfach auf der Suche nach Sinn und gerne bereit, dafür auf ihr hohes Einkommen zu verzichten. Ins Angebot des Portals kommen nur Tätigkeiten, die “interessant” sind, was immer das heißt.

Wenn Sie näheres über Escape the City erfahren wollen, dann lesen Sie den Artikel von Tina Kaiser: So schaffen frustrierte Workaholics den Ausstieg. Ich bin mir sicher, wir müssen nicht lange warten, bis es ein Gegenstück für den deutschsprachigen Raum gibt.

BTW: Auch in diesem unseren Lande fällt mir immer wieder auf, dass teils voller Stolz, teils mit Bedauern von 12 – und 14 – Stunden – Tagen gesprochen wird. Es hat sich offensichtlich noch immer nicht herumgesprochen, dass eine derartige Arbeitsweise aus arbeitswissenschaftlicher Sicht blanker Unsinn ist. Außerdem gibt es in Deutschland ein Arbeitszeitgesetz (hier der Text). Wie wir wissen, ist ein Gesetz nur dann etwas wert, wenn seine Einhaltung kontrolliert wird. Wenn es schon an der Vernunft fehlt, wo bleibt dann die Kontrolle?

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