Der Mittelstand im Teufelskreislauf

Vor ein paar Tagen gab die INQA eine Pressemitteilung heraus mit dem Titel “Mittelständler unterschätzen psychische Belastung am Arbeitsplatz”. Darin wird bemerkt:

Dennoch wird die Gefährdung durch psychische Belastungsfaktoren von vielen Unternehmen nicht erkannt. Nur etwa jeder zehnte Betrieb nimmt demnach psychische Erkrankungen wirklich ernst. Dementsprechend niedrig ist auch die Bereitschaft, Geld in entsprechende Frühwarnsysteme und Präventivmaßnahmen zu investieren. Knapp zwei Drittel erwarten auch für die nähere Zukunft keine nennenswerten Investitionen in diesem Bereich.

Hier zeigt sich die Zwickmühle, in die sich mittelständige Betriebe mehr oder weniger sehenden Auges selbst begeben. Die Prioritäten werden oft sehr stark vom Tagesgeschäft bestimmt, für strategische Überlegungen oder gar Maßnahmen bleibt wenig Zeit. So verständlich diese Haltung auf den ersten Blick sein mag, so gefährlich ist sie auf lange Sicht. Denn oft wird es richtig kostspielig, Probleme erst dann anzugehen, wenn man massiv von ihnen betroffen ist. Ein weiteres Beispiel hierfür ist der demographische Wandel. Er wird kommen, ob man will oder nicht. Und weil dies so ist, sollte man jetzt schon die Weichen stellen.

Sicher, mittelständige Betriebe können sich keine aufwändigen PE-Stäbe leisten. Große Unternehmen hingegen schon. Und diese beschäftigen sich mit Themen wie Work-Life-Balance oder Demographie. KMU werden mit großen Unternehmen als Konkurrenten um Fachkräfte werben. Da wäre es gut, selbst etwas in der Schublade zu haben.

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