Altersgerechte Gestaltung der Arbeit

Der demographische Wandel kommt, so oder so. Allerdings sind die Reaktionen der Betriebe darauf sehr unterschiedlich. Das Spektrum reicht von der planvollen Umgestaltung der Arbeitsplätze und –Inhalte bis zur totalen Inaktivität. Ulla Wittig-Goetz hat für die Hans-Böckler-Stiftung einige Gedanken zum demographischen Wandel zu Papier gebracht (pdf): Älterwerden in der Arbeitswelt – den Wandel gesundheitsgerecht gestalten. In dem Artikel finden Sie auch eine Gegenüberstellung der Stärken und Schwierigkeiten älterer Arbeitnehmer:

 

Positive Faktoren Alterskritische Faktoren
  • Aufgaben komplex lösen
  • Offen für andere Lösungswege sein
  • Selbststeuerungsfähigkeiten
  • Konfliktlösung
  • Kommunikationsfähigkeit
  • Mehr Toleranz zeigen
  • Eigene Möglichkeiten und Grenzen erkennen
  • Entscheidungsprozesse und Verfahren optimieren
  • Betriebsspezifische Erfahrungen einbringen
  • Körperlich anstrengende Arbeit 
  • Zwangshaltungen
  • Lärm, Schlechte Beleuchtung, Blendung
  • Arbeiten unter Zeitdruck
  • Vernachlässigung von Pausen
  • Geringer Handlungsspielraum
  • Monotone Arbeitsabläufe
  • Nacht- und Schichtarbeit
  • Hohes Arbeitstempo
  • Mangel an Wertschätzung durch Vorgesetzte.

 

Bei genauem Hinsehen sind einiger der “alterskritischen” Faktoren gar nicht alterskritisch, sondern kritisch, das heißt sie gelten für Arbeitsnehmer jeden Alters. Es gilt, die richtigen Schlüsse zu ziehen, dann ist der Einsatz älterer Mitarbeiter kein Problem. Im Gegenteil, die linke Seite, die Stärken bei den sog. sozialen Kompetenzen, spricht für sich. In der o.a. Broschüre gibt es einige Hinweise zu einzelnen Handlungsfeldern sowie einen “Quick Check” zur Aufnahme des Handlungsbedarfs (nicht nur für Betriebsräte).

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