Die gehetzte Gesellschaft

Die Zeit-Stiftung und NDR Info veranstalten derzeit eine dreiteilige Diskussionsreihe unter dem Oberthema: Die gehetzte Gesellschaft. An drei Abenden diskutieren je drei Experten die Themen:

  1. Immer unter Druck: Ein Leben im Takt der Ökonomie? (15. Feb.)
  2. Viel Wissen, wenig Orientierung: Wie lässt sich die Informationsflut bewältigen? (22. Feb.)
  3. Entschleunigung und Spiritualität: Die Sehnsucht nach innerer Ruhe (1. März)

Die erste Runde hat bereits am 15. Februar stattgefunden, zu Gast waren

  • Karen Heumann (Vorstand der Hamburger Agentur Jung von Matt),
  • Dr. Manfred Osten (Diplomat und Kulturhistoriker)und
  • Prof. Dr. Hartmut Rosa (Soziologe und Beschleunigungsforscher)

Frau Heumann fand ich wenig überzeugend. In ihr Klagen über ihr eigenes Gehetzt sein schien sich immer ein wenig Stolz zu mischen, so wenig Zeit zu haben. Herr von Osten nannte ausgerechnet Japan als Vorbild für Entschleunigung, als ob es Karōshi gar nicht gebe. Gut, zumindest wies er auf die Ambivalenz in der japanischen Gesellschaft hin. Gelohnt hat sich das Zuhören dennoch aufgrund der Ausführungen von Prof. Rosa. Er wies darauf hin, dass die Beschleunigungseffekte nicht nur durch das Individuum abgemildert werden können und begründete dies auch ausführlich. Sie können die erste Diskussion hier nachhören oder auch als mp3-Podcast herunterladen. Nach der Ausstrahlung können Sie die folgenden Sendungen ebenfalls nachverfolgen.

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