Burnout im “Spiegel”

Sie sind an psychischer Gesundheit am Arbeitsplatz interessiert, sonst würden Sie nicht dieses Blog lesen. Und so ist  Ihnen sicher nicht entgangen,dass “Der Spiegel” diese Woche dem Burnout die komplette Titelgeschichte widmet. Offensichtlich kommt dieses Thema immer mehr im Mainstream an. Einerseits gut, denn nun wird nicht mehr hinter vorgehaltener Hand über Burnout diskutiert, andererseits schlecht, zeigt es doch, dass Burnout sich immer mehr zur Volkskrankheit entwickelt. Auch in der online-Ausgabe des Spiegel war heute ein einschlägiger Artikel zu lesen: Massenleiden Burnout – Wie Firmen ihre Spitzenkräfte verbrennen.

Der Titel weist auf einen interessanten Umstand hin. Der Tatsache nämlich, dass gerade die Leistungsträger auf dem Altar der Produktivität geopfert werden.  Aufschlussreich finde ich in diesem Zusammenhang auch die Grafiken der Fotostrecke Volkskrankheit Burnout: Wie Erschöpfung die Volkswirtschaft schwächt. Meiner Meinung nach liegt da auch der Hase im Pfeffer, denn bislang werden nur die volkswirtschaftlichen Kosten betrachtet und nicht die betriebswirtschaftlichen. Doch aufgepasst, auch für Betriebe kann es teuer werden. Es gilt die Faustformel: Es dauert in etwa so lange, aus dem Burnout heraus zu kommen, wie man hinein gebraucht hat. Ausfälle von drei Monaten und mehr sind keine Seltenheit. Und spätestens jetzt dürfen Sie anfangen zu rechnen…

Nachtrag: Fast hätte ich es vergessen. Zu dem o.a. Artikel gibt es auch ein entsprechendes Diskussionsforum, auf dem Sie sich zum Thema äußern können.

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